Sonderfahrt: D-Wagen und Fahrschulwagen

Bilder, Historisches, Sonderfahrten Von: Daniel Schuhmann

Die Freunde des Münchner Trambahnmuseums e.V. (FMTM) veranstalteten gestern eine interne Vereinssonderfahrt mit der Trambahn. Dabei waren gleich zwei historische Straßenbahnwagen auf Münchens Gleisen zu sehen, die sonst den Betriebshof eher selten verlassen: Der D-Wagen 490 und der Fahrschulwagen 2924.

Das Wetter wollte nicht so recht mitspielen, als die beiden Wagen um kurz nach 12 Uhr den Ostbahnhof erreichten. Doch immerhin regnete es während der ganzen Sonderfahrt nicht, so dass dennoch einige schöne Fotos möglich wurden.

Linie 25 zum Derbolfinger Platz – so verheißt es das Zielschild des D-Wagens – und genau dorthin, nach Grünwald, ging es auf dem ersten Abschnitt der Sonderfahrt. Da der D-Wagen nur für eine maximale Geschwindigkeit von 30 km/h zugelassen ist und der Haltestellenabstand auf der Hochgleisstrecke nach Grünwald recht großzügig bemessen ist, reagierten die Fahrer der Linienwagen nicht gerade erfreut – Klar, denn die hervorgerufene Verspätung geht zu Lasten der Wendezeit.

An der Großhesseloher Brücke wurde den beiden Wagen eine kurze Pause gegönnt – und dem nachfolgenden Zug der Linie 25 die Möglichkeit gegeben, zu überholen. Und auch die Fotografen kamen auf ihre Kosten, ergab sich doch hier die begehrte Möglichkeit, die beiden Wagen abzulichten.

Kurze Zeit später passierten beide Wagen in gebührendem Abstand die Münchner Stadtgrenze, um anschließend nach Grünwald zu fahren.

Sodann ging es zur nächsten Schleife am Scheidplatz – die Fahrt führte hierbei über Wettersteinplatz – Ostfriedhof – Nockerberg – Müllerstraße – Stachus – Karolinenplatz.

Besonders am Karolinenplatz – der mehrfach umrundet wurde – gab es interessante Fotomotive.

Schließlich wurde der Scheidplatz erreicht. Hier gab es wiederum einen planmäßigen Aufenthalt mit Fotomöglichkeit.

Anschließend ging es zum Höhepunkt der Fahrt, zur Ackermannschleife. Diese riesige Wendeschleife mit vielen Abstellgleisen wurde 1972 zu den Olympischen Spielen eröffnet. Heute wird nur noch ein Bruchteil der Gleise genutzt – und auch diese nur im Störungsfall oder bei Umleitungen.

Da zur Zeit die Linie 20 aufgrund von Bauarbeiten in der Ackermannschleife (Haltestelle Olympiapark Süd) endet, war es möglich, die beiden Wagen zusammen mit einem R3.3 zu fotografieren.

Auf der anschließenden Fahrt zum Romanplatz gab es noch eine Überraschung: Der P-Wagen 2031, der auch auf einer Sonderfahrt war, begenete den beiden Altwagen.

Schlußendlich ging es wieder zu der Stelle zurück, wo alles begann. Gegen 16 Uhr war die interessante Fahrt zu Ende und beide Wagen rückten wieder in den Betriebshof ein.


2 Kommentare zu “Sonderfahrt: D-Wagen und Fahrschulwagen”

  1. Stadtneurotiker sagt:

    Trotz des bescheidenen Wetters schöne Impressionen. Die Homepage der Museumsfreunde hat ja mittlerweile auch schon historischen Charakter…

  2. Michael Künzi sagt:

    Erfreulich gute Bilder. Wenn man auf der Homepage des FMTM nachschaut werden dort noch Fakten angezeigt, die bereits vor 6-7 Jahren aktuell waren.

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