Variobahn-Bestellung sorgt für Medienecho

Fahrplan, Betrieb, Neubaustrecken, Variobahn Von: Daniel Schuhmann

Die Bestellung von zehn neuen Variobahnen sorgte in der Presse für Aufsehen. Insbesondere die zu erwartenden Angebotsverbesserungen wurden sehr positiv aufgenommen und es ist deutlich zu spüren: Bei der Münchner Trambahn geht es aufwärts. Neben den neuen Fahrzeugen sind es auch die Streckensanierungen (z.B. bei der Linie 20/21) und die Neubaustrecken (Parkstadt Schwabing und St. Emmeram), die zeigen, dass die Trambahn in München eine Zukunft hat.

Presseschau (Quelle: BirgitH / Pixelio)

Presseschau (Quelle: BirgitH / Pixelio)

Dieser Artikel ist eine »Presseschau« mit Artikeln zur Bestellung der neuen Variobahnen. 

Süddeutsche Zeitung

So titelte die Süddeutsche Zeitung: »Von der Pferdetram zum Hightech-Schlitten«.

Das einstige Auslaufmodell ist längst wieder quicklebendig: Die Münchner Trambahn, in den 1970er und frühen 1980er Jahren noch als antiquierte Auto-Bremse diffamiert, ist bei den Fahrgästen so beliebt, dass die MVG nun ihren Fuhrpark aufstockt.

Münchner Merkur

Auch dem Münchner Merkur war die Variobahn-Bestellung eine Meldung wert: »Mehr Fahrgäste: MVG bestellt zehn neue Trambahnen« 

MVG-Chef Herbert König muss einiges Geld in die Hand nehmen, um seinen Wagenpark zu erweitern. Rund drei Millionen Euro kostet einer der fünfteiligen, fast 34 Meter langen und 40 Tonnen schweren Züge. Macht zusammen eine Investition von 30 Millionen Euro für die zehn Variobahnen. Und diese wären angesichts der Preisentwicklung auf dem Stahlmarkt noch deutlich teurer geworden, wenn sich die MVG nicht schon im Jahr 2005 eine Option auf insgesamt 18 Züge gesichert hätte, sagte Unternehmens-Chef König gestern vor der Presse.

Abendzeitung

Als »Einkaufstour von Herbert König« bezeichnet die Abendzeitung die Bestellung der neuen Bahnen im Artikel »MVG macht mobil: Zehn neue Trambahnen«

Die Einkaufstour von Herbert König geht weiter: Erst vor einigen Monaten hatte der Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) vier Trambahnen bestellt – jetzt kommen zehn weitere Variobahnen dazu.

Ob und in welchem Umfang der Freistaat die MVG finanziell unterstützt, ist unklar. „Wir bestellen die Fahrzeuge auf jeden Fall“, sagt Herbert König. „Je nachdem, was Bayern zahlt, schlägt sich das in den nächsten Jahren auf die Fahrpreise nieder.“

Tz München

Selbst die sonst so trambahnfeindlich eingestellte Tz München bringt eine positive Meldung über die neuen Züge: »München bekommt 14 neue Trambahnen«

Eine Besonderheit sind die weit heruntergezogenen Seitenscheiben, die für eine bessere Sicht der Fahrgäste sorgen. Öffnen lassen sich die Fenster nicht – die Abteile sind vollklimatisiert.

Bei einem der neuen Züge, der im kommenden Jahr an die MVG ausgeliefert wird, handelt es sich um eine Akku-Tram. […] Mit Hilfe der Technologie könnte die Tram-Nordtangente in München von Neuhausen, Schwabing nach Bogenhausen irgendwann Wirklichkeit werden. Dann würde die Akku-Tram durch den Englischen Garten fahren. Das Vorhaben, an dem 900 Meter langen Abschnitt eine Tramlinie zu errichten, war vor Jahren gescheiert, weil die Regierung von Oberbayern keine Oberleitungen wollte.

Münchner Wochenblatt

Auch das Münchner Wochenblatt berichtet: »Neue Tram für München – Fahrgäste sind Happy über Neubestellungen«

Schon zu den Weihnachtseinkäufen wird es eine verbesserte Trambahn-Verbindung nach Grünwald geben. Wie der Fahrgastverband „Aktion Münchner Fahrgäste“ in der vergangenen Woche mitteilte, haben die Stadtwerke München insgesamt zehn neue Trambahnzüge bestellt. „Wir freuen uns darüber, dass es mit dieser Neubeschaffung möglich wird, langjährige Wünsche der Fahrgäste zu erfüllen“, so der Sprecher des Fahrgastverbands, Andreas Nagel.

Bild

Auch die Bild-Zeitung berichtet: »Für 30 Millionen Euro! MVG kauft 14 neue Trambahnen«.

Die zehn neuen Trams aber können, wegen den langen Lieferfristen für Stahl, erst ab 2011 ausgeliefert werden. Bis dahin wird es eng in der Münchner Tram.

Aktion Münchner Fahrgäste

Die Aktion Münchner Fahrgäste begrüßt die Bestellung der zehn neuen Trambahnen für München und die damit verbundenen Angebotsverbesserungen: »Münchner Stadtwerke kaufen 10 weitere Trambahnzüge« 

Die neuen Züge erlauben einen Ausbau des Angebotes. So wird ab Dezember diesen Jahres ein zusätzlicher Zug auf den Linien 15/25 eingesetzt. Sobald die neuen Fahrzeuge eintreffen, wird der 5-Minuten-Takt bis Großhesseloher Brücke wieder eingeführt. Auch die Tram 27 wird verstärkt. vielleicht sogar bis Giesing. P/p-Züge bleiben länger noch im Einsatz, als ursprünglich geplant: Ein Zug bis 2010, zwei Züge bis 2011.

Bahninfo

Auch das Eisenbahn- und Nahverkehrsmagazin Bahninfo berichtet: »München stockt Variobahn-Bestellung auf«.

„Unglaublich, aber Vario!“ – Dieser in den 90er Jahren öfters auf Straßenbahnreklamen zu sehende Werbespruch einer großen Bausparkasse erlebt nun in München eine beachtliche Wiederbelebung.

Pressemitteilung der Münchner Verkehrsgesellschaft

Sehr ausführlich erläutert die Münchner Verkehrsgesellschaft selbst die Bestellung der Variobahnen in einer Pressemitteilung (PDF), liefert Hintergründe und in betracht gezogene Alternativen zur Bestellung der teuren Bahnen.

Da die dreiteiligen Züge erst die Hälfte ihrer Lebensdauer erreicht haben, hofften wir zunächst, dass die Kapazität dieser Fahrzeuge durch eine technische Lösung erweitert werden könnte […] Nach mehreren Verzögerungen […] kam dann leider die große Ernüchterung: Die Firmen sahen sich nicht in der Lage, eine solche Verlängerung in einer wirtschaftlichen Form zu realisieren. 

Parallel dazu untersuchten wir zwei weitere Varianten für eine mögliche Kapazitätserweiterung. Variante 1 lautete: Beschaffung von motorisierten Beiwagen und Umbau entsprechender Züge für den Beiwagenbetrieb. Variante 2 sah vor, dass wir zusätzliche neue Züge beschaffen, also unseren Wagenpark erweitern […]. Wegen der hohen Kosten für die Beiwagen erwies sich letztlich Variante 2, also der Kauf zusätzlicher Züge, als wirtschaftlicher – obwohl mit dieser Variante natürlich höhere Betriebskosten verbunden sind, insbesondere für zusätzliche Fahrer und mehr Werkstattkapazität.


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