Nach Protesten: Kein »Bedienzuschlag«

Tarif, Tellerrand Von: Daniel Schuhmann

Nachdem schon das Bayern-Ticket und die Dauer-Spezial-Angebote am Schalter zwei bis fünf Euro mehr kosten – die Bahn selbst spricht natürlich lieber davon, dass der Kunde am Automaten Geld spart – sollte auch für alle anderen Fahrkarten ein sogenannter »Bedienzuschlag« eingeführt werden: 2,50 Euro sollte der Kunde für jede einzelne Fahrkarte zusätzlich bezahlen, wenn diese am Schalter gelöst würde.

2,50 Euro sollten beim Fahrkartenkauf am Schalter fällig werden

2,50 Euro sollten beim Fahrkartenkauf am Schalter fällig werden

Das löste heftige Kritik bei Kunden und Fahrgastverbänden aus – zunächst scheinbar erfolglos, denn Bahnchef Mehdorn beharrte weiterhin auf dem Bedienzuschlag. Lediglich ältere Vielfahrer, genauer gesagt »Inhaber einer Senioren-BahnCard«, sollten vom Zuschlag ausgenommen werden.

Nun schaltete sich auch Bundesverkehrsminister Tiefensee ein und bezeichnete die Ausnahmen als »nicht ausreichend«. Die Proteste verschärften sich noch weiter, nachdem die Bahn gestern bekanntgegeben hatte, dass der Bedienzuschlag pro Strecke und nicht pro Kauf erhoben werden sollte.

Heute ruderte Bahnchef Mehdorfn schließlich zurück, die Bahn gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass der »Zuschlag für den personenbedienten Verkauf entfällt« – ohne weitere Angaben von Gründen…


Ein Kommentar zu “Nach Protesten: Kein »Bedienzuschlag«”

  1. Max sagt:

    Ist doch erstaunlich, dass bei einem Bahn-Bedienzuschlag gemeckert wird, während die Post schon seit Jahren einen Bedienzuschlag hat: Immerhin kostet ein Paket am Schalter € 6,90 ggü. 5,90 im Internet oder an der Packstation.

    Ich bin kein Fan von Bedienzuschlägen, aber es fuchst mich dennoch des Öfteren, wenn Leute sich für einen normalen Fahrkartenkauf von Hamburg nach Köln am Schalter anstellen. Das geht am Automaten schneller und ohne Schlange. Und macht Platz für die Leute, die wirklich zum Schalter müssen, z. B. für komliziertere Auslandsfahrten etc.

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