Trambahn-Videoüberwachung im Detail

Bilder, Wissenswertes Von: Daniel Schuhmann

In den Trambahnwagen 2120 (Typ R2.2) und 2204 (Typ R3.3) wird seit September diesen Jahres eine Videoüberwachung erprobt.

Überwachungskamera im 2120

Überwachungskamera im 2120

Es wurden in den Straßenbahnzügen kleine unscheinbare Kameras eingebaut, welche den Gesamteindruck des Fahrzeugs nicht stark beeinträchtigen. Sie verfügen im Gegensatz zur Kamera im A-Wagen der U-Bahn über einen großen Betrachtungswinkel.

Einer der beiden Testwagen an der Schwanseestraße

Einer der beiden Testwagen an der Schwanseestraße

Piktogramme an den Türen weisen auf die Einrichtung hin

Piktogramme an den Türen weisen auf die Einrichtung hin

Kamera zur Beobachtung des Eingangsbereichs

Kamera zur Beobachtung des Eingangsbereichs

Der Fahrer hat keine Möglichkeit zur Beobachtung der aufgezeichneten Daten. Ausgewertet werden diese nur bei gewaltsamen Übergriffen oder der Entdeckung von Vandalismusschäden, ansonsten werden die Daten nach 48 Stunden überschrieben.


10 Kommentare zu “Trambahn-Videoüberwachung im Detail”

  1. JeDi sagt:

    Dann darf man jetzt auch in München Trambahnwagen boykottieren…

  2. Infernal Majesty sagt:

    Ach wie drollig, der Boykott-JeDi und seine Kameraphobie. Na, den letzten Absatz leicht übersehen, da würde die Krux an der ganzen Sache eigentlich in wenigen Worten gut und eindeutig erklärt… aber ich vergaß, man will ja nur die Bevölkerung per Kamera durch ihr ganzes Leben verfolgen. Mal sehen, wie die Fuzzer reagieren, wenn sie verscheucht werden, wenn sie mich künftig auf der Tram fuzzen wollen… dann dreht sich der Spieß um… spätestens im Sommer ist’s so weit…

  3. JeDi sagt:

    Grade wegen dem letzten Absatz hab ich was dagegen. Wenn der Fahrer das live sieht und nix gespeichert wird (und dann Hilfe holen kann), isses ja ok.

  4. VT614 sagt:

    @JeDi: Dann kannste auch U-Bahnwagen boykottieren, da sieht der Fahrer das auch nicht, meide Wagen 324 und 524

  5. MDrummer sagt:

    Dieser Boykottwunsch wegen einer Videoüberwachung und die Videoüberwachte Fahrzeuge aus dem Weg zu gehen, finde ich wirklich mehr als lächerlich und schwachsinnig und das kann nur von einem kommen. :-/

    Das Personal (insbesondere das Werkstattpersonal) werden die Schäden innerhalb von 48 Stunden (so lange bleiben die Aufnahmen gespeichert) entdecken und die Aufnahmen der Polizei übergeben… verflixt nochmal.

  6. Michi G. sagt:

    Ich hätte auch lieber ein Livebild, so wie ein „erweiterter Rückspiegel“. Kameras haben noch keine Tat verhindert – schnelles Sehen, Eingreifen, Hilfe holen wären wichtiger als zuschauen und hinterher klagen.

  7. MDrummer sagt:

    So ein Livebild kann genau so, wie die Speicherung von Aufnahmen keine Straftaten verhindern. Aber höchstens Täter festhalten (wenn der Fahrer es rechtzeitig sieht und reagiert – es ist schlicht unmöglich, alles gleichzeitig zu überwachen [Verkehr, Geschwindigkeit, Monitor etc..] – und wenn einer es nicht aufpaßt – dann ist er wegen des Unfalls [falls es etwas passiert] dran) und der Polizei übergeben.

    Bei einer Videospeicherung bleiben die im Bild festgehaltene Täter (aus meiner eigenen Meinung) dauerhaft bei der Polizei im Archiv. Darauf kann sie im nachhinein, falls es wieder was passiert, im Archiv nach möglichen Tätern stöbern. Und wenn die Beschreibung eines Zeugen mit dem Profil des Täters im Videobild übereinstimmt, dann wird es ein perfektes Steckbrief daraus. Auch so’n Livebild hat einen Haken – er könnte einem Fahrgast, das ihm nicht paßt rauswerfen, und das ist nicht im Sinne einer Kundenfreundlichkeit.

    Ein Beispiel gefällig? Im Esslinger Bus (von Nellingen nach Esslingen) hatte im Stadtbereich Esslingen einer von beiden Mädchen auf den Halteknopf gedrückt, wahrscheinlich deshalb, um die zur Bushaltestelle eilende Kinder zu helfen, und was ist der Dank dafür? Beide Mädchen wurden von einem Busfahrer kurzerhand an derselben Haltestelle, wo die Kinder dank zweier Mädchen den Bus erreicht haben, des Busses verwiesen. –> Im Bus war keine Kamera dran – nichts, nur ein Rückspiegel.

  8. MDrummer sagt:

    Zusatz:
    Wie soll man bei einer „Live-Überwachung“ trotz Zeugen einwandfrei beweisen können, daß sie es wirklich waren, nachdem keine Videodaten gespeichert werden!?

  9. JeDi sagt:

    Informier dich erstmal, bevor du irgendwelchen Stuss von dir gibst! Ohne Videoschrott reichen Zeugenaussagen ja auch…

  10. Tramgeschichten.de » Artikel » Videoausbau in der Tram schreitet voran sagt:

    […] die beiden Testwagen 2120 und 2204 vor knapp einem Jahr mit Videokameras ausgerüstet wurden, hält diese Technik nun auch in anderen Wagen einzug. So konnte R2-Wagen 2101 bereits mit Kameras […]

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