Bund fördert eTicket-Deutschland

Tarif, Wissenswertes Von: Daniel Schuhmann

Es klingt wie eine Vision: Ein Fahrschein für den öffentlichen Nahverkehr, der in der Münchner Straßenbahn genauso benutzt werden kann, wie in der Hamburger S-Bahn oder im Berliner Doppeldeckerbus. Doch geht es nach dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), so könnte dies bald Realität werden. Denn dieser entwickelt unter dem Markennamen »(((eTicket-Deutschland« ein elektronisches Ticket, das in ferner Zukunft in jedem Verkehrsbetrieb in ganz Deutschland anerkannt werden könnte.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) unterstützt dieses Vorhaben: Das Projekt wird mit etwa 10 Millionen Euro gefördert, immerhin sind bereits erste Pilotprojekte erfolgreich abgeschlossen worden.

»Wer viel in verschiedenen Städten und Regionen Deutschlands unterwegs ist, plagt sich oft mit unbekannten Tarifzonen und unverständlichen Preisstufen«, so Bundesverkehrsminister Tiefensee. »Das eTicket wird den öffentlichen Personenverkehr noch komfortabler und attraktiver machen. Deshalb müssen wir bei der Entwicklung jetzt schnell vorankommen.«


2 Kommentare zu “Bund fördert eTicket-Deutschland”

  1. Rob sagt:

    „In ferner Zukunft“? Ein bisschen mehr Optimismus bitteschön! 😉

    Mit diesem Ticket könnte man den ÖPNV auch für Wenigfahrer attraktiv machen: wenn man nicht oft genug fährt, damit sich ein Abo lohnt, ist der ÖPNV ziemlich teuer, also nimmt man meist doch lieber das Auto. Mit eTickets könnte man eine Art flexible „Mengenrabatte“ anbieten, z.B. wenn man in einer Woche mehr als fünfmal gefahren ist, vergünstigt sich der Preis der einzelnen Fahrten.

  2. Daniel Schuhmann sagt:

    Die Idee an sich ist super – keine Frage. Aber bis alle Verkehrsbetriebe das unterstützen wird sicher noch viiiiel Zeit vergehen.

    Davon abgesehen wünsche ich mir die Realisierung mittels (RFID-)Chipkarte und keinesfalls via NFC-Handy. Ich habe keine Lust, nen »40er« zu kassieren, nur weil der Akku leer oder das Handy abgestürzt ist.

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