Erster Lidl-Ticket-Verkaufstag: Eine Bilanz

Tellerrand, Wissenswertes Von: Daniel Schuhmann

München, Schleißheimer Straße 85. Eine Lidl-Filiale mitten in München. Es ist 7:15 Uhr morgens, das Geschäft öffnete vor einer Viertelstunde. Doch drinnen herrscht gähnende Leere. An der Kasse warten drei Kunden, kaufen Aufschnitt, Milch und Säfte.

Das Lidl-Ticket

Ist der Ansturm wohl ausgeblieben? »Nein«, weiß die Kassiererin zu berichten, »die ersten haben schon um halb sieben draußen gewartet. Und um 7 Uhr wir mussten alle drei Kassen aufmachen, sonst hätten wir es nicht geschafft.«

Man ist also vorbereitet. Vor drei Jahren bot Lidl das beliebte Ticket zum ersten Mal an. Mit dem Ansturm der Massen hatte jedoch zu diesem Zeitpunkt niemand gerechnet: Großes Chaos war allerorts die Folge. In den vergangenen zwei Jahren hatte hingegen der Kaffeeröster Tchibo das Privileg, die Billigtickets an den Mann zu bringen. Auch hier können sich viele an lange Schlangen erinnern, doch die auf fünf Stück limitierte Verkaufszahl – die auch für das heutige Angebot gilt – stellte auch für Nachzügler einen entsprechenden Ticketvorrat sicher. Wer es ganz gemütlich haben wollte, bestellte online vom heimischen Sessel aus und erhielt die Karten einige Tage später per Post. Heute hingegen waren des Schusters Rappen gefragt – einen Online-Verkauf bot Lidl nicht an.

Unverändert: Datum, Start und Ziel eintragen und los geht's!

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Gegenüber dem ersten Lidl-Ticket, das noch für 49,90 Euro über den Ladentisch ging, wurde der Preis auf 55 Euro geringfügig angehoben. Dennoch ist es günstiger als die in den vergangenen Jahren angebotenen Tchibo-Tickets – diese kosteten 58 Euro. Eine »Upgrade-Option« für die erste Klasse gibt es hingegen nicht.

Je nach gefahrener Strecke ist das Ticket die günstigste Möglichkeit, mit der Bahn zu reisen. Selbst die günstigsten Sparpreise sind für Hin- und Rückfahrt teurer, zudem entfällt mit dem Lidl-Ticket die Zugbindung.

Mit enthalten ist ein Rabattgutschein, der den Preis einer Fahrkarte um 20 Euro drückt – der Mindestpreis der Fahrkarte selbst liegt bei 70 Euro. Interessanterweise werden nicht nur Fahrkarten zum Normalpreis sondern auch Sparpreise rabattiert.

Sollten Sie noch kein Ticket haben: Vielleicht hat der Lidl nebenan noch ein paar Tickets auf Lager. Sie werden – so lang der Vorrat reicht – noch diese Woche verkauft.

Na dann gute Fahrt!


Ein Kommentar zu “Erster Lidl-Ticket-Verkaufstag: Eine Bilanz”

  1. Tramgeschichten.de » Artikel » Lidl-Tickets: Bahn legt nach sagt:

    […] war – wie zu erwarten – ein riesiger Erfolg: Die 750.000 Lidl-Tickets waren bereits fast restlos ausverkauft. Nun legt […]

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