»Bus-Notnetz ohne größere Störungen« hieß es gestern Mittag in einer Pressemeldung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), auch abends meldete sie »Bus-Notnetz auch tagsüber weitgehend im Takt«. Die Fahrgäste wussten, worauf sie sich einließen: Immerhin hatten sie beim vergangen Streik schon genug »Erfahrungen« sammeln können. Darüberhinaus fand der Streik in den Ferien statt: So konnten zumindest die Schulkinder daheimbleiben.
Wer nicht auf Fahrgemeinschaften oder auf die S-Bahn — die ihr Zugangebot für diesen Tag erhöht hatte — ausweichen konnte, musste sich in Geduld üben. Schließlich fuhren die Busse nicht nur wesentlich seltener, sondern auch unregelmäßig: Vereinzelte Staus brachten so manche Linie aus dem Tritt, überfüllte Busse verbrachten mehr Zeit an den Haltestellen, als ihnen eigentlich zugedacht worden war. Auch am späten Abend, als die meisten Linien fast leer herumfuhren, kam es auf der Linie N120 zu Unregelmäßigkeiten.
Dennoch: Die Fahrgäste konnten sich gut auf den Streik vorbereiten. Das Notnetz wurde bereits Tage vorher im Internet veröffentlicht, der Streikfahrplan in die elektronische Fahrplanauskunft EFA eingearbeitet, das System MVG-Live auf die Streikinformationswebseite umgeleitet. Auch Walter hat den Weg zur Arbeit gut gemeistert. Letztendlich bleibt zu hoffen, dass die Gewerkschaften mit dem Streik den gewünschten Erfolg erzielt haben.








28. Februar 2009 um 23:19 Uhr
Allerdings hat mich die Fahrt zum um vom Zenith am Abend ein paar Nerven gekostet. Wäre auch schön, wenn man etwas informiert wird, warum gestreikt wird. Hätte vielleicht ein paar Sympathien gebracht, aber so war der Ärger halt größer.