Ab 1. Mai: Schienenersatzverkehr mit Taxis

Störungen, Umleitungen Von: Daniel Schuhmann

Der Ende des vergangenen Jahres angekündigte Schienenersatzverkehr mit Taxis wird ab dem 1. Mai 2009 eingeführt. Das gab die Münchner Verkehrsgesellschaft heute bekannt.

Auch nachts immer verfügbar: Taxis in der Stadt (Bild: Christopher Hey)

Auch nachts immer verfügbar: Taxis in der Stadt (Bild: Christopher Hey)

Die MVG arbeitet hierzu mit der Taxi-Genossenschaft München zusammen. Sie verspricht sich kürzere Wartezeiten auf einen Ersatzverkehr im Störungsfall: Etwa 75 % der Haltestellen liegen in der Nähe von Taxi-Standplätzen, zudem stehen auch nachts viele Fahrzeuge zur Verfügung. Die Taxis sind vorrangig als Sofortmaßnahme vorgesehen, die Ersatzbusse werden bei größeren Störungen auch weiterhin eingesetzt.

MVG-Chef Herbert König: »In einer Großstadt wie München gehören Störungen bei Bus und Tram leider zum Alltag; Staus im Individualverkehr, Unfälle im Gleisbereich und Falschparker stellen uns und unsere Fahrgäste nicht selten auf die Geduldsprobe. Bei größeren Streckenunterbrechungen wird ein Schienenersatzverlehr erforderlich. Dieser lässt sich jedoch nicht von jetzt auf gleich organisieren. Die Disposition und Bereitstellung unserer Busse nimmt immer einige Zeit in Anspruch. Vor diesem Hintergrund ist die Zusammenarbeit mit der Taxi-Genossenschaft sinnvoll. Taxis können innerhalb weniger Minuten vor Ort sein und sind damit – jedenfalls im ersten Schritt, also als Soforthilfe – ein geeigneter Tram-Ersatz.«

Die Idee ist nicht neu: Nürnberg setzt bereits seit 1996 Taxis als schnellen SEV ein, Frankfurt am Main setzt seit 2006 auf die beigen Fahrzeuge. In beiden Städten hat sich gezeigt, dass das Konzept funktioniert.


Ein Kommentar zu “Ab 1. Mai: Schienenersatzverkehr mit Taxis”

  1. Rob sagt:

    Bei „Staus im Individualverkehr“ können Taxis auch nicht wirklich weiterhelfen, aber wenn wieder mal ein Busfahrer auf den Gleisen geparkt hat und nicht mehr weiterkommt, kommen die Fahrgäste jetzt hoffentlich schneller weiter. Und ein Konjunkturprogramm für die Taxifahrer ist es auch noch – die haben wegen der Wirtschaftskrise bestimmt auch weniger Fahrgäste 😉

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