Gefunden: Neue S-Bahn-Ansagestimmen

Wissenswertes Von: Daniel Schuhmann

Es war ein langer Weg, doch nun ist die Entscheidung gefallen: Regina Wallner und Graham Baxter sprechen die neuen Ansagen in den Zügen der Münchner S-Bahn. Aus rund 220 Kandidaten wurden sie ausgewählt, darunter befanden sich Schauspieler und Radiomoderatoren ebenso, wie S-Bahnfahrgäste und Pendler.

Ein neuer Klang in der Münchner S-Bahn

Ein neuer Klang in der Münchner S-Bahn

»Die Idee der S-Bahn München, den Ansagen in den Zügen eine oberbayerische Tonfärbung zu geben, fand ich interessant und spannend, darum habe ich mich beworben. Ich finde, dass eine Stimme gerade durch den Dialekt eine persönliche Note bekommt«, erklärt die dreißigjährige Regina Wallner aus Prien. Die heute in München lebende Frau arbeitet seit 11 Jahren beim Bayerischen Rundfunk und wird die deutschsprachigen S-Bahn-Ansagen sprechen.

»Ich fahre fast täglich mit der S-Bahn. Darum möchte ich mit meiner Stimme einen eigenen Beitrag zum fremdenverkehrsfreundlichen Erscheinungsbild von München und seiner S-Bahn leisten.«, so Graham Baxter, der in der Nähe von Oxford aufwuchs. Der 1951 geborene Baxter lebt seit 1984 in München und arbeitet bei einer Bank als Relationship Manager.

Die Auswahl der Stimmen erfolgte durch eine Jury, die sich aus der S-Bahn-Geschäftsleitung, dem MVV-Fahrgastverband, dem Schwerhörigenverein, der Gesellschaft für Sprachtechnoloigien, je einem Komponisten und einem Übersetzer sowie einem Lokführer und einem S-Bahn-Fahrgast zusammensetzte.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung der Deutschen Bahn AG.

Der Bayrische Rundfunk hat bereits eine Demonstration von Regina Wallners Ansagen online gestellt.


2 Kommentare zu “Gefunden: Neue S-Bahn-Ansagestimmen”

  1. Noname sagt:

    Na welch Überraschung, die Hauptstimme ist eine Frau geworden…

  2. Andreas Nagel sagt:

    Ein langehegter Wunsch der Fahrgäste wird zum Fahrplanwechsel 2010 in Erfüllung gehen. Die Ansagen in der Münchner S-Bahn werden von einer Sprecherin des Bayerischen Rundfunks und einem „richtigen“ Engländer erfolgen. „Dafür haben wir uns seit Jahren auf allen Ebenen eingesetzt. Es war einfach grauenhaft, wenn die Namen der Haltestellen völlig falsch betont wurden“, meint Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. Auch das Auswahlverfahren ist in einer transparenten und fairen Art abgelaufen. Martin Marino, Sprecher des MVV-Fahrgastbeirates, war daran ebenso beteiligt, wie die Fachleute des Tonstudios und weitere Experten. Wir freuen uns auf die Stimmen von Regina Wallner und Graham Baxter und beglückwünschen den Chef der Münchner S-Bahn, Bernhard Weisser zu dieser Entscheidung. „Die Fahrgäste identifizieren sich mit „ihrem“ Verkehrsmittel und die Touristen kommen ja gerade nach Bayern um das weltoffene bayerische Brauchtum zu erleben. Jetzt muß nur noch am Farbkonzept gearbeitet werden, damit die bayerischen Landesfarben Weiß-Blau auch noch sichtbar werden“, meint Andreas Nagel abschließend.

    Aktion Münchner Fahrgäste

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