Der wirklich schnellste Regionalverkehr

Bilder, Wissenswertes Von: Daniel Schuhmann

Bei der Einführung wurde der München-Nürnberg-Express, der mit bis zu 200 km/h unterwegs ist, vollmundig als »schnellster Regionalverkehr Deutschlands« angepriesen. Zu Unrecht, wie manche einwerfen mögen, denn in der Reisegeschwindigkeit muss der Zug deutliche Einbußen hinnehmen: Grund hierfür ist vor allem der lange Aufenthalt in Ingolstadt.

Der 10-Wagen-Fresh auf dem Weg nach Nürnberg

Der 10-Wagen-Fresh auf dem Weg nach Nürnberg

So ist der München-Nürnberg-Express gewöhnlich 1:42 h unterwegs, bis er die fränkische Hauptstadt erreicht. Heute um 17:04 Uhr gab es jedoch eine Express-Verbindung: Der Wiesn-Sonderzug, bei dem die lange MNX-Garnitur mit 10 Wagen zum Einsatz kam, hatte eine planmäßige Fahrzeit von nur 1:14 h, gerade mal fünf Minuten länger als der zehn Minuten später verkehrende ICE.

Mit dieser Verbindung kann sich der München-Nürnberg-Express durchaus den Titel des schnellsten Regionalverkehrs sichern. Neben dem verkürzten Aufenthalt in Ingolstadt sicherte sich der Zug noch auf andere Weise die geringe Fahrzeit: Die Aufenthalte in Kinding und Allersberg entfielen kurzerhand.

Zugzielanzeiger am Gleis 18 des Münchner Hauptbahnhofs

Zugzielanzeiger am Gleis 18 des Münchner Hauptbahnhofs

Die Freude währt jedoch nicht lange: Nach der Wiesn wird der 10-Wagen-Zug wieder wie gewohnt zur Hauptverkehrszeit zwischen München und Ingolstadt eingesetzt.

Fahrplan des Regional-Express 32070

Fahrplan des Regional-Express 32070

Fahrplan im Vergleich mit ICE-Zügen

Fahrplan im Vergleich mit ICE-Zügen


3 Kommentare zu “Der wirklich schnellste Regionalverkehr”

  1. Nietenzähler sagt:

    Na also, geht doch. 🙂

  2. Andersreisender sagt:

    Also ich denke bei einer Zeit von 1:14 gibt’s absolut nix mehr zu meklen. Schade, dass dann der reguläre Express immer noch 1:42 für die Strecke benötigt.

  3. Nietenzähler sagt:

    Nun ja, in Allersberg, Kinding und Petershausen sollte er dennoch auch weiterhin halten. *gg* Vielleicht schafft er’s ja nach dem Ausbau von Petershausen – Ingolstadt in 1:30.

    Aber dann muss dringend auch die „RB“ schnellere Züge (146er + Dostos für 160 km/h) bekommen, damit die Fahrzeitunterschiede zwischen RE und „RB“ nicht zu krass werden! Sonst fährt der RE die klassische Pendlerstrecke von München nach Pfaffenhofen in 20 Minuten, die „RB“ braucht für die 50 km weiterhin 40, also glatt die doppelte Zeit! Das wäre für die Auslastung der Züge ziemlich ungünstig…

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