Schienenbrüche: Umleitungen am Stachus

Bilder, Störungen, Umleitungen Von: Daniel Schuhmann

Aufgrund mehrerer Schienenbrüche am Karlsplatz (Stachus) ist derzeit der Trambahnverkehr auf den Linien 19 und 27 unterbrochen und Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Schienenbrüche am Stachus (Bild: Boris Merath)

Schienenbrüche am Stachus (Bild: Boris Merath)

Gelegentliche Schienenbrüche sind vollkommen normal und können oftmals weiterhin befahren werden, wenn auch mit stark verminderter Geschwindigkeit. Sie treten beispielsweise durch starke Abnutzung des Gleises auf.

Eine Häufung von Schienenbrüchen — am Stachus sind es neun Stück auf recht eng zusammenliegendem Raum im Bereich der Kreuzungen zum Stachus Nord — ist jedoch recht selten. Hier könnte eine Setzung der Gleisanlagen die Ursache sein. Die betroffenen Schienenstücke müssen neu geschweißt werden, weshalb die Dauer der Sperrung derzeit bis Montag, 4. Januar 2010 um 12 Uhr terminiert ist.

Schienenbrüche am Stachus, rechts der Abzweig zum Stachus Nord (Linie 19), geradeaus zum Stachus (Linie 27), Bild: Boris Merath

Schienenbrüche am Stachus, rechts der Abzweig zum Stachus Nord (Linie 19), geradeaus zum Stachus (Linie 27), Bild: Boris Merath

Umleitungen und Schienenersatzverkehr

Durch die zentrale Lage der Schienenbrüche sind die Linien 19 und 27 betroffen und müssen unterbrochen und auf Teilstücken durch Busse ersetzt werden. Die Linie 19 ist zwischen Maxmonument und Hauptbahnhof Süd unterbrochen und wird über Sandlinger Tor und Isartor umgeleitet. Die Linie 27 wendet im Nordteil am Karolinenplatz und im Südabschnitt am Sendlinger Tor. Auf den unterbrochenen Streckenabschnitten werden Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt.

Vorläufiger Netzplan mit Schienenbruch am Stachus

Vorläufiger Netzplan mit Schienenbruch am Stachus

Aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Münchner Verkehrsgesellschaft.


12 Kommentare zu “Schienenbrüche: Umleitungen am Stachus”

  1. khoianh sagt:

    Hmm, Wende am Hauptbahnhof Süd ist irgendwie etwas seltsam. Ich gehe mal davon aus, dass eher am Stachus, an der Karlstraße oder in der Martin-Greif-Straße gewendet wird. Oder gar Durchbindung an die Linie 27 am Sendlinger Tor? Mal sehen, wie es morgen aussieht…

  2. P-fan sagt:

    Muß ich doch mal fragen, wie man am Hbf-Süd wenden kann. Davon abgesehen hatte ich um ca. 22:15 Uhr den Eindruck, dass die Linie 19 über die Südumfahrung umgeleitet wird, als ein Zug mit Ziel Pasing vom Sendlinger Tor kam.

  3. Christian Thome sagt:

    Hallo Daniel,
    kannst du bitte den Plan abändern, weil L19 fährt zwischen Hbf Süd und Maxmonument über Sendlinger & Isartor (Südumfahrung)?

  4. Daniel Schuhmann sagt:

    Ja, natürlich wird die Linie 19 über die Südumfahrung umgeleitet. Der Netzplan bleibt dennoch so, der dient in erster Linie dazu zu zeigen, welche Bereiche gesperrt sind.

  5. Daniel Schuhmann sagt:

    Update: Der Netzplan wurde nun aufgrund der zu erwartenden längerfristigen Beeinträchtigungen doch aktualisiert.

  6. Andreas Nagel sagt:

    Leider zeigt sich dabei wieder einmal, wie wichtig vernünftige Umleitungsstrecken und Verbindungen zu anderen Verkehrsmitteln wären. „Besonders in der Innenstadt sind Umleitungsstrecken und zusätzliche Weichenverbindungen wichtig. Dazu zählt auch die frühere Strecke in der Karlstraße“, meint dazu Andreas Nagel, Sprecher der Aktion Münchner Fahrgäste. „In vielen anderen Fällen bräuchte die Trambahnlinie 19 eine vernünftige Möglichkeit zum Umsteigen am U-Bahnhof Theresienwiese, aber man hat ja die Wiesnschleife verkommen lassen und vorschnell abgebaut.“

    Ein Schienenverkehrsmittel ist nicht flexibel genug, wenn man nicht für ein gewisses Maß an Reserven sorgt. Die Fahrgäste in München müssen leider oft unter Ausfällen leiden, aber mit ihrem Fahrpreis bezahlen sie auch die Zuverlässigkeit des Systems. Für die Zukunft ist eine bessere Verknüpfung von S-Bahn, U-Bahn und Trambahn wichtig. Und die Bereitstellung von Infrastruktur, die über den Notwendigkeiten des Regelbetriebes hinaus geht.

    Leider waren auch die Fahrgastinformation und die Beschilderung der Ersatzfahrzeuge nicht ohne Verbesserungspotential. Dazu wird gut geschultes und motiviertes Personal benötigt. Das Versagen der Verkehrsmittel bei diesem „unvorhersehbaren“ Wetter stimmt nachdenklich. Wie wurde das früher nur bewerkstelligt?

  7. Claus sagt:

    @Andreas Nagel: 100% Zustimmung.

    Irgendjemand schrieb es hier schon vor einiger Zeit mal an ähnlicher Stelle: Bei der U-Bahn werden hunderte Millionen Euro in Großprojekten verbuddelt; und dabei ist es selbstverständlich, dass alle 2-3 Bahnhöfe ein Abstell-/Ausweichgleis vorgesehen wird.

    Bei der Trambahn spart man jeden Meter Schiene ein und wundert sich dann, warum das System so ausfallanfällig ist. Dabei könnte man mit (relativ) wenig Geld problemlos ein ausfallsicheres Netz knüpfen, wenn man nur wollte.

    Speziell die 27er in Schwabing ist in den letzten Jahren eine wahre Verdrußlinie. Ständig Verspätungen, es gibt Wochen, da vergeht kein Tag ohne Ausfall: Falschparker, Unfall, Weichenbaustelle – die Möglichkeiten an „Ausreden“ sind unerschöpflich. Und dabei will offenbar niemand sehen, dass die Probleme nicht unabänderlich vom Himmel fallen, sondern zu einem sehr großen Teil durch schlechte Infrastruktur hausgemacht sind.

  8. Rickay sagt:

    >>Muß ich doch mal fragen, wie man am Hbf-Süd wenden kann.<<
    Wenn man Kreativ ist, ginge das durchaus: In der Bayerstr. gerade aus weiter, am Bahnhofsplatz vorbei – nach der Weiche stehenbleiben und Rückwärts in den Bahnhofsplatz und Vorwärts wieder in die Bayerstr. Richtung Pasing. Allerdings ist er Aufwand für die aktuelle Situation nicht verhältnismäßig.

  9. Christian Thome sagt:

    Die Dauer ist jetzt auf unbestimmt Termiert worden.

  10. Gerhard H. sagt:

    Jetzt wird ein Provisorium fürn 27er eingebaut, ab Mo solls dann wieder halbwegs normal gehn.

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