Der Blick über den Tellerrand geht heute nach Mainz: Der 1883 eröffnete und 1904 elektrifizierte Straßenbahnbetrieb, der die gleichen Kürzel wie die Münchner Verkehrsgesellschaft besitzt, besteht heute aus den drei Linien 50, 51 und 52. Üblich waren die Nummern früher allerdings nicht: In der Anfangszeit bezeichnete man die Linien mit Farben, auch nutzte man mehrere Farben in Kombination.
Da das System für fremde nur schwer durchschaubar war, verwendete man ab 1919 Liniennummern. Mit ersten Umstellungen ab 1955 auf Busbetrieb stand auch die Zukunft des Mainzer Netzes in Frage. Die letzten Einstellungen erfolgten 1965, von da an ging es wieder aufwärts mit der Mainzer Straßenbahn — wenn auch im Jahr 1997 nochmal eine unrentable Strecke eingestellt wurde.
Den 100. Geburtstag konnte sie im Jahr 2004 feiern, drei Jahre später wurde die zweigleisige Trasse nach Finthen, Poststraße mit einem großen Korso historischer Straßenbahnen eröffnet.
Die Mainzer Straßenbahn verfügt über 16 Wagen des Typs GT6M-ZR, die zum Münchner R2.2 ähnlich sind, aber über eine Zweirichtungsausstattung verfügen. Als ältere Hochflurwagen stehen M8-Wagen zur Verfügung. Diese sollten ursprünglich mit einem neuen Mittelteil zum Teilniederflurwagen umgebaut werden, stattdessen hat die Mainzer Verkehrsgestellschaft neun Fahrzeuge vom Typ Variobahn bestellt, die 2011 bis 2012 ausgeliefert werden sollen.







12. Januar 2010 um 22:57 Uhr
Stadelheimer S-Speisewagen in Meterspur?
Na ob das gut geht xD