Die vierte Variobahn, Wagen 2304, erhält im Frühjahr 2010 eine Energiespeicherausrüstung, um kurze Strecken ohne Fahrleitung fahren zu können. Die schon seit knapp 100 Jahren gewünschte Querung des Englischen Gartens könnte damit endlich Realität werden.
Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, soll ein neues Genehmigungsverfahren der Gartentram beantragt werden. Vorher will die MVG aber in ausgiebigen Testfahrten überprüfen, ob die Technologie den Anforderungen entspricht.
Die Variobahn muss zur Umrüstung nochmals kurzzeitig ins Herstellerwerk der Firma Stadler in Berlin-Pankow. Generell lassen sich alle bestellten Variobahnen — sowohl die bisher gelieferten vier Stück als auch die zehn Bahnen aus der zweiten Serie — mit dem Akku ausrüsten.
Die Querung des Englischen Gartens ist Teil der Nordtangente, die auch im Verkehrsentwicklungsplan verankert ist. Sie schafft eine direkte Verbindung zwischen Bogenhausen und Schwabing sowie Neuhausen.

20. Januar 2010 um 09:13 Uhr
Wird auch Zeit, daß sich mal was in der Richtung tut. Die Busse sind in der Hauptverkehrszeit sehr, sehr gut ausgelastet. Ich behaupte, daß auf der Achse selbst die Tram zur HVZ im 5 Minuten-Takt verkehren wird.
Zum Thema Oberleitung durch den Englischen Garten:
Vom Chinesischen Turm Richtung Osten ist meiner Erinnerung nach eh schon eine Abspannung für die Straßenbeleuchtung und im übrigen Bereich würde die Oberleitung vom
Starken und dichten Baumbewuchs eh regelrecht “verschluckt”.
Naja, jetzt ist es schon so wie es ist.
20. Januar 2010 um 12:43 Uhr
Rickay, du hast auf jeden Fall Recht, die Gartentram wird sicher gut ausgelastet sein. Außerdem ist die Netzwirkung nicht zu verachten, wie man schon bei der Osttangente gemerkt hat.
Wann allerdings ein 5-Minuten-Takt möglich wäre, weiß ich nicht.
Es ist ja scheinbar nicht mal möglich, den Takt des 27er (besonders in der Barerstraße) zu verdichten!
Die 4 gelieferten und 10 bestellten Variobahnen sind eingeplant für den Ersatz der P-Wagen (3 Stk.), den 23er (3 Stk.) und den Emmeram-Express (3-4 Stk. ?).
Für eine hoffentlich bald entstehende Westtangente wären sicher auch nochmal 5-6 zusätzliche Züge nötig. Wenn dazu noch nötige Taktverdichtungen auf dem 19er und 27er kommen, dann bleiben nach Adam Riese “nicht mehr so viele” Züge übrig!
20. Januar 2010 um 12:47 Uhr
Rickay ist nur beizupflichten! Was soll denn diese vorgesetzte Ablehnung der Strommasten? Es geht hier um ein paar Dutzend Masten und wenige Zentimeter starke Fahrdrähte. Die Fallen keinem auf bei den vielen Bäumen. Es ist schon erstaunlich, dass eine Elektrifizierung einer rund 1,5 km langen und bereits bestehenden Strecke auf solche Ablehnung stößt, gerade wenn man das mit der Bausünde des Isarrings vergleicht, der eine breite Schneise in den Englischen Garten geschlagen hat. Aber für das goldene Kalb Automobil ist das ja das Mindeste gewesen…
20. Januar 2010 um 12:49 Uhr
Nachtrag: Wären eigentlich nur die Variobahnen für den Akkubetrieb geeignet oder ließen sich auch R 2.2-Wagen nach dem Redesign mit den Supercaps nachrüsten? Sonst müsste ja ein Großteil der neuen S-Wagen für die Strecke durch den Englischen abgestellt werden.
20. Januar 2010 um 17:57 Uhr
>>>Was soll denn diese vorgesetzte Ablehnung der Strommasten?<<>>Wären eigentlich nur die Variobahnen für den Akkubetrieb geeignet oder ließen sich auch R 2.2-Wagen … mit den Supercaps nachrüsten?<<>>Wann allerdings ein 5-Minuten-Takt möglich wäre, weiß ich nicht.<<<
Ja die Fahrzeugzahlen sind recht knapp in München. Das blöde Geld halt. Wenn dann doch mal die Fahrzeuge für weitere Taktverdichtungen gekauft werden, steht man vor einem weiterem Problem. Wo stelle ich die Fahrzeuge nachts über ab.
20. Januar 2010 um 18:01 Uhr
Die Skepsis zur Oberleitung ist in München fast so alt wie die “Elektrische”.
Schon um 1900 mußten im Bereich des Hofgartens sechs Jahre lang auf königlichen Wunsch Akkulokomotiven vor die Tramwagen gehängt werden.
Auch wie 1895 die erste Linie elektrifiziert wurde, mußte viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.
R-Wagen mit Energiespeicher auszurüsten könnte ein mechanisches Problem darstellen. Ich wüßte jetzt nicht, wo ich die Speicher in den R2 und R3 “verstecken sollte”.
Die generelle Hauptfrage aber dürfte rechtlicher Natur sein, da ein derartiger Eingriff eine neue Betriebserlaubnis nötigt machen würde. Da der ehemalige Fahrzeughersteller sich etwas von seinen ehemaligen Erzeugnissen distanziert, dürfte dies nahezu unmöglich sein.
20. Januar 2010 um 21:44 Uhr
5′-Takt ließe sich v.a. gut realisieren, wenn die Trasse nicht nur vom künftigen 22er, sondern zusätzlich von einer Linie nach dem groben Muster Berg am Laim->MaxII->Chinesischer Turm->Schwabing Nord/Kieferngarten/Hasenbergl befahren würde; dann könnte man auch mal die ein oder andere Linie auf 7,5′-Takt verdichten, wenn benötigt.
Dass mittelfristig neue Fahrzeuge angeschafft und Betriebshöfe eingerichtet werden müssen, steht ja wohl außer Frage!
Und zum Thema Fahrleitung: wenn erst mal Schienen verlegt sind, ist das alles ja gar nicht mehr so schlimm…;-)
31. Januar 2010 um 09:23 Uhr
…wenn man bedenkt, dass die Akkutram das Produkt eines politisches Kindergartenspiels ist.
Rabähhh ihr seid ja sooo gemein, ihr hab uns unseren schönen Magnetflitzer zum Flugplatz kaputt gemacht. Ätsch, der Onkel Richter hat gesagt, ihr dürft keine Tram durch unseren Sandkasten bauen.
11. März 2010 um 16:24 Uhr
Kann nicht mal jemand eine Unterschriftenliste für die Gartentram online stellen? Mit dem Motto “Lieber mit einer leisen, umweltfreundlichen auf Grasschienen schwebenden Tram durch den Englischen Garten als mit lauten stinkenden Bussen!” Vermutlich ließen sich da doch mehr Unterschriften für eine Tram als dagegen einbringen!
11. März 2010 um 16:26 Uhr
Gibt es denn schon vorteilhafte Fotomontagen?