Etwas verwirrt betrachten Besucher der Stadt Nürnberg den U2/U3-Bahnsteig am Hauptbahnhof. Es wirkt wie moderne Kunst: Linien und Pfeile sind auf den ersten Blick wahllos über den Bahnsteig verteilt.

Moderne Kunst oder sinnvolles Instrument für besseren Fahrgastfluss? Gelbe Markierungen bei der Nürnberger U-Bahn.
Die Auflösung dieses Rätsels bieten bei Ankunft eines Zuges die zumeist cleveren Nürnberger Fahrgäste. Sie stehen bereits vor dem Halt der U-Bahn hinter den markierten Stellen und lassen damit den aussteigenden Fahrgästen genug Freiraum.
Tatsächlich halten die Züge punktgenau an der vorgesehenen Stelle: Ein Vorteil des automatischen Zugbetriebs.
Die Markierungen sollen für etwa drei Monate getestet werden und wurden zu diesem Zweck bisher an zwei Bahnhöfen angebracht — unter anderem am Hauptbahnhof (Bahnsteig U2/U3), woher unsere Bilder stammen.
Nach Abschluss der Testphase soll entschieden werden, ob die Markierungen auch an weiteren Bahnsteigen angebracht werden.


13. März 2010 um 07:45 Uhr
Fast japanische Verhältnisse! Sehr schön, aber die Markierungen sehen nicht sonderlich robust aus…
13. März 2010 um 15:00 Uhr
Das ist ja fast so wie die Bodenmarkierungen bei meinem Hausarzt. Dort dienen sie aber eher zur Wahrung der Intimsphäre, weniger zur Lenkung der Personenströme.
13. März 2010 um 22:09 Uhr
Welche “Personenströme” ? Zur Hauptverkehrszeit ist auf dieser U-Bahn Linie soviel los wie bei in München am Sonntagmorgen und selbst da funktioniert der Automatikbetrieb nicht reibungslos.