9. Mai: Unimog-Schau im MVG-Museum

Bilder, Wissenswertes Von: Daniel Schuhmann

Am 9. Mai öffnet das MVG-Museum wieder die Tore für die Besucher. Neben den ausgestellten Trambahnen und Bussen erwartet die Besucher etwas ganz Besonderes: In Zusammenarbeit mit den Oberbayerischen Unimogfreunden werden Unimog-Fahrzeuge aus den Jahren 1948 bis 2009 in der Museumshalle sowie auf dem Freigelände ausgestellt.

Unimog vor der Kulisse der Bavaria (Bild: Robert Gräcmann)

Unimog vor der Kulisse der Bavaria (Bild: Robert Gräcmann)

Speziell für Kinder ist einiges geboten: Es finden Vorführungen mit Unimog’s der Feuerwehr statt und es gibt eine Bobbycar-Fahrschule, die vom TÜV-Süd begleitet wird. Auch ganz besondere Exponate finden sich an diesem Tag im Museum: Ein Unimog-Fahrgestell der Schweizer Armee, ein Dreiseitenkipper-Anhänger von Meiler sowie ein aufgeschnittenes Unimog-Getriebe, das Einblicke in die Technik erlaubt.
Erste Zeichnungen zum Unimog stammen bereits aus dem Jahr 1945, von Albert Friedrich damals noch als »Motorgetriebenes Universalgerät für die Landwirtschaft« bezeichnet. Ein Jahr später entstand das erste Versuchsfahrzeug — und auch der Name: Der vom Ingenieur Hans Zabel geprägte Begriff »Universal-Motor-Gerät« wird kurzerhand zusammengezogen: Der UNIMOG ist geboren.
In Göppingen beginnt 1948 die Serienfertigung beim Maschinenbauunternehmen Gebrüder Boehringer. Zwei Jahre später übernimmt Daimler-Benz das Projekt, 1951 startet die Fertigung im Werk Gaggenau. Ab 1953 trägt er den Mercedes-Stern.

Ausstellung verschiedener Unimogs im passenden Gelände (Bild: Robert Gräcmann)

Ausstellung verschiedener Unimogs im passenden Gelände (Bild: Robert Gräcmann)

Der erfolgreichste Unimog verlässt 1955 die Werkhallen: Das Modell Unimog S ist ein hochgeländegängiger LKW mit einem langen Radstand von 2900 mm. Für den militärischen Einsatz bestimmt, wird er von der im gleichen Jahr gegründeten Bundeswehr in großem Stil gekauft. Nicht nur andere Armeen zeigen sich interessiert, auch zivile Abnehmer finden sich später. Bis 1980 wird der Unimog S gebaut und ist damit der Bestseller in der Unimog-Geschichte.

Unimog als Betonmischer (Bild: Robert Gräcmann)

Unimog als Betonmischer (Bild: Robert Gräcmann)

Das 50-Jährige Jubiläum wird im Jahr 2001 bei Mercedes-Benz mit einem großen Unimog-Treffen gefeiert. Ein Jahr später zieht die Produktion aus dem traditionsreichen Gaggenau nach Wörth am Rhein um. Über 320.000 Unimogs wurden bis dahin in Gaggenau hergestellt. Die Stadt ist weiterhin eng mit den Unimogs verbunden: Im Juni 2006 wird hier das Unimog-Museum eröffnet.

Anfahrt

Das Museum ist wie immer zwischen 11 und 17 Uhr geöffnet. Informationen zur Anfahrt finden Sie im Artikel zum Museum.


Ein Kommentar zu “9. Mai: Unimog-Schau im MVG-Museum”

  1. Tramgeschichten.de » Artikel » Morgen: Unimog-Schau im MVG-Museum sagt:

    […] wird im MVG-Museum eine große Schau historischer Unimogs gezeigt, darunter zwei ganz besondere Modelle, die noch nie öffentlich gezeigt wurden. Natürlich […]

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