MVG stellt Redesign-Wagen 2121 vor

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Nach langem Warten war es gestern so weit: MVG-Chef Herbert König stellte im Betriebshof 2 den ersten erneuerten R2.2-Zug vor. Der Wagen, der auf die Nummer 2121 hört, ist der erste von 50 Zügen, die bis Ende 2011 ihr Redesign erhalten. Von außen ist sofort am blauen Lack mit silbernem Zierstreifen zu erkennen: Dieser Zug ist runderneuert.

Herbert König vor »seinem« neuen R2.2

Herbert König vor »seinem« neuen R2.2

Diesen Eindruck hat der Fahrgast auch beim Betreten des 15 Jahre alten Zugs: Helle, freundliche Farbtöne, ein neues Beleuchtungskonzept, Monitore für die Fahrgastinformation und nicht zuletzt eine veränderte Sitzanordnung lassen den Trambahnwagen deutlich moderner wirken.

Alt und neu: Links der redesignte Wagen 2121, rechts Wagen 2143 im alten Design

Alt und neu: Links der redesignte Wagen 2121, rechts Wagen 2143 im alten Design

Die veränderte Platzanordnung ist besonders auffällig: Viele Plätze wurden um 90° gedreht, Trennwände an den Türen sind entfallen. Hierdurch wirkt der Wagen viel »aufgeräumter« und besonders in den Einstiegsbereichen steht mehr Platz zur Verfügung. Einen Anteil hieran haben auch die Schwenkschiebetüren, die nicht so ausladend sind, wie die bisherigen Außenschwingtüren.

Umbau auf Schwenkschiebetüren der Bauart Variobahn

Umbau auf Schwenkschiebetüren der Bauart Variobahn

Herbert König im neuen R2.2: Interessante Details

Herbert König im neuen R2.2: Interessante Details

Veränderte Sitzanordnung in den Auffangräumen, hier an Tür 3

Veränderte Sitzanordnung in den Auffangräumen, hier an Tür 3

Vier Sitzplätze entfallen durch die neue Anordnung, darunter die zwei Klappsitze an der ersten Tür: Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen oder Rollatoren wird’s freuen, da mehr Platz ohne Konkurrenz zu »Klappsitz-Nutzern« zur Verfügung steht. Zwölf Stehplätze mehr hat der Wagen nach dem Umbau, so dass die Gesamtkapazität des Wagens trotz der fehlenden vier Sitzplätze um immerhin acht Plätze ansteigt.

Wie in der Variobahn: Zwei Bildschirme für »Fahrgastfernsehen« und Fahrgastinformation

Wie in der Variobahn: Zwei Bildschirme für »Fahrgastfernsehen« und Fahrgastinformation

Mit dem Redesign bekommen die Wagen auch den Fußbodenbelag der Variobahn, der nicht so leicht schmutzig wirkt, wie der helle Boden der ersten R2-Wagen. Auch unter dem Bodenbelag tut sich etwas: Der bisherige Holzfußboden wird durch einen Kunststoffboden ersetzt. Eindringende Feuchtigkeit im Bereich der Fahrwerkskästen setzt dem Boden so zu, dass eine Sanierung unvermeidlich ist.

Blick in vom Fahrerstand in den Innenraum

Blick in vom Fahrerstand in den Innenraum

Inhaltsverzeichnis

Seiten: 1 2 3

  1. Innenraum
  2. Fahrerstand
  3. Impressionen

27 Kommentare zu “MVG stellt Redesign-Wagen 2121 vor”

  1. Stadtneurotiker sagt:

    Der erste optische Eindruck gefällt mir.

  2. Andi Mayer sagt:

    Wann geht er in Betrieb und wo??

  3. khoianh sagt:

    Wann? Bestimmt dieses Jahr.
    Wo? In München, schätzungsweise auf der Linie 12/16, 15, 17, 18, 19, 20, 21, 23, 25 oder 27. Wer die monatelange Vario-Warterei überlebt hat, wird auch den ersten Neu-Einsatz von 2121 erwarten können.

  4. Andi Mayer sagt:

    ein Witzbold… =)

  5. Alex sagt:

    Kann der 2021 jetzt eigentlich noch Dachwerbung bekommen oder ist dass jetzt nicht mehr möglich ??

  6. Léon.P sagt:

    Jetzt mal im ERNST wann und wo ? (bitte 27) Aber der ist echt cool die ham doch auch was an dem Motor gemacht oder ?

  7. Daniel Schuhmann sagt:

    Motor inkl. Steuerung ist identisch. Wo er eingesetzt wird, ist noch nicht bekannt.

  8. olgu sagt:

    bei den Fahrzeug ist die Matrixanzeige geblieben.

  9. P-fan sagt:

    Danke für die ausführlichen Fotos. Es ist also auch weiterhin möglich, sich auf den Sandkasten zu setzen, im Gegensatz zu Augsburg.

  10. Léon.P sagt:

    Schade ich dachte die bekommt denn Mototr wie die in Berlin sehr Vario ähnlich

  11. FanOfJesusChrist sagt:

    nur ein Wort: WOW!!!

  12. Danijel sagt:

    Also jetzt sieht dieser Strassenbahntyp vieeeel besser aus;-)! Früher hab ich ihn immer gehasst, doch jetzt finde ich ihn sehr schön. Tja, wenn man ihn anders Lackiert, dann sieht er eben auch viel besser aus(Z.b. gefallen mir die Versionen in Berlin und Nürnberg sehr gut)! Die zwei einzigen Kritikpunkte sind die alten Anzeigen, und die Lampen!
    Man könnte doch neue Anzeigen (Wie bei der Variobahn), sowie LED-Lampen einbauen!
    Aber im großen und ganzen ist das echt sehr ordentliche Arbeit;-)!

  13. Maley sagt:

    Der Motor in Berlin klingt ganz anderst, aber besser! Aber denke mal an das Geld, der Motor wird sicher noch gut in Takt sein..

  14. Don Martino sagt:

    Also, wenn die MVG dazu übergehen sollte, ihr Geld für den Klang eines Motors auszugeben, wandere ich aus!

  15. Michi G. sagt:

    Die Berliner Fahrzeuge klingen anders, weil sie eine andere Stromrichtertechnik eingebaut haben. Das ist nicht nur “Sounddesign”, das sind größere technische Unterschiede.
    Das Redesign betrifft eben nicht die Antriebstechnik, weil diese technisch noch fit ist. Hier Geld auszugeben, wäre sinnlos.

  16. Tramfan sagt:

    @ Don Martino: Bei SIEMENS und der ÖBB geht das ja, siehe Taurüssel I…

    Aber Insgesammt hat sich viel getan am R2, meiner Meinung nach sieht er auf jeden Fall besser, aber auch moderner aus als der R3 mot dem Redesign! Bravo!

  17. Dominik H. sagt:

    Das Ding sieht hässlich aus!!!!!
    Genauso wie dieser Variobahnartige Innenraum!
    Die Türen scheinen ja die Gleichen zu sein, wie bei den Berliner GT6N.

  18. Maley sagt:

    du hast keinen Guten geschmack!

  19. Stef sagt:

    Wahres Wort, Dominik; der Tuerumbau duerfte hier wohl das einzige Positivum darstellen. Stattdessen sollte man lieber – ohnehin bald benoetigte – neuere Wagen anschaffen, die mehr Kapazitaet haben und v.a. ein gefaelligeres Aussehen (im Gegensatz zum Stadlerwagen!). Ausnahmsweise wuerde ich sogar auf Frankreich (noch besser: Spanien!) verweisen…

  20. Daniel Schuhmann sagt:

    Die Türen sind die gleichen wie bei der Variobahn.

  21. Daniel Schuhmann sagt:

    Stef, das Eine kann unabhängig vom Anderen geschehen. Ich finde, das neue Design steht dem Wagen sehr gut. Das zeigt auch die sonst durchgehend positive Resonanz. Du willst Doch nicht wirklich die teilweise schlimmen farblichen Entgleisungen französischer Trambahnwagen nach München holen? ;-)

  22. Dominik H. sagt:

    @Stef, ausschließlich PESA :D

  23. Stef sagt:

    Vergiss nicht, dass das Ganze auch Geld kostet! Wenn etwas fuer den einen Zweck ausgegeben wird, ist es u.U. nicht mehr fuer den anderen vorhanden.
    Und solltest du mit deiner Farbkritik auf Montpellier anspielen: finde ich immer noch aesthetischer als den neuen Blauton!

  24. Michi G. sagt:

    Die Türen sind NICHT die gleichen wie bei der Variobahn. Ähnlich, mit gleicher Funktionalität (Türtaster, Lichtgitter, Sensorkante, Stromüberwachung), aber dennoch ein anderes Türmodell.

  25. Daniel Schuhmann sagt:

    Dann sagen wir mal, es sind nicht die gleichen, aber sie gleichen sich ;-)

  26. Daniel Schuhmann sagt:

    @Stef: So wie ich es verstanden hab, ist das Redesign gleichzeitig eine Hauptuntersuchung, die ja ohnehin ansteht. Ein Großteil des Geldes müsste also sowieso ausgegeben werden.

    Montpelliers Blumenlinie mag sicher ein schöner Farbtupfer sein, aber bei uns belassen wir derartige Versuche bitte bei Einzelfällen wie der BUGA-Tram ;)

  27. Léon.P sagt:

    ist schon etwas über den fahrgastbetrieb bekannt

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