Hannover: Ein Blick ins Straßenbahnmuseum

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Als 1974 die ersten Straßenbahnen im ehemaligen Kalibergwerk Hohenfels abgestellt wurden, ahnte noch keiner was hier entstehen sollte: Die größte Ansammlung verschiedener Straßenbahnen aus aller Welt. Als in den 1970er Jahren viele Straßenbahnbetriebe ihre letzten 2-Achser abstellten, wuchs bei einigen Straßenbahnfans der Gedanke eines überregionalen Straßenbahnmuseums.

Düsseldorf ist mit 4 Straßenbahnwagen vertreten, hier der Düwag 2304 aus dem Jahr 1957 (Bild: Frederik Buchleitner)

Düsseldorf ist mit 4 Straßenbahnwagen vertreten, hier der Düwag 2304 aus dem Jahr 1957 (Bild: Frederik Buchleitner)

Ein vorrübergehender Standort für die ersten Straßenbahnen wurde schnell gefunden, das ehemalige Kalibergwerk Hohenfels in Wehmingen bei Hannover. Hier wurden innerhalb von zehn Jahren über 350 (!) Straßenbahnwagen hinterstellt und zu einem kleinen Teil auch restauriert. Doch den Planern des Museums ging das Geld aus, im Jahr 1986 musste der Verein “Deutsches Straßenbahn-Museum Hannover e.V.” Konkurs anmelden. Ein Jahr später gründete ein kleiner Teil der ehemaligen Mitglieder den Verein “Hannoversches Straßenbahn-Museum e.V”. Dieser setzte sich zum Ziel, die wichtigsten Straßenbahn-Raritäten des alten Vereins zu restaurieren und fahrbereit zu machen.

Wegmann 3533 neben einem Wiener Oldtimer (Bild: Frederik Buchleitner)

Wegmann 3533 neben einem Wiener Oldtimer (Bild: Frederik Buchleitner)

Der historische Kassler 218 von Credé aus dem Jahr 1936 (Bild: Frederik Buchleitner)

Der historische Kassler 218 von Credé aus dem Jahr 1936 (Bild: Frederik Buchleitner)

Die 2006 eröffnete Wagenhalle des Museums (Bild: Frederik Buchleitner)

Die 2006 eröffnete Wagenhalle des Museums (Bild: Frederik Buchleitner)

Der Berliner Rekowagen 5136, erbaut vom Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide (Bild: Frederik Buchleitner)

Der Berliner Rekowagen 5136, erbaut vom Reichsbahnausbesserungswerk Schöneweide (Bild: Frederik Buchleitner)

Der Bremer Wegmann 3533 (Bild: Frederik Buchleitner)

Der Bremer Wegmann 3533 (Bild: Frederik Buchleitner)

Düsseldorfs Düwag GT6 2304 (Bild: Frederik Buchleitner)

Düsseldorfs Düwag GT6 2304 (Bild: Frederik Buchleitner)

Düwag 2304 mit Persilwerbung (Bild: Frederik Buchleitner)

Düwag 2304 mit Persilwerbung (Bild: Frederik Buchleitner)

Zu dieser Sammlung gehören auch der Münchner D-Wagen 426, der original Wanderbüchereiwagen 24, der M5/m4 Zug 2667/3408 und der P1 Gelenkdreiachser Prototyp 102.

Der Münchner MG-Wagen 102, zuletzt Personalwagen, steht schwer zugänglich im hinteren Bereich des Museums (Bild: Frederik Buchleitner)

Der Münchner MG-Wagen 102, zuletzt Personalwagen, steht schwer zugänglich im hinteren Bereich des Museums (Bild: Frederik Buchleitner)

Auch M5 2667 ist schwer zu fotografieren (Bild: Frederik Buchleitner)

Auch M5 2667 ist schwer zu fotografieren (Bild: Frederik Buchleitner)

Doch auch ein Wuppertaler Schwebebahnzug aus dem Jahr 1912 und ein Wagen der Födalatti, Jahrgang 1895, aus Budapest finden sich als Besonderheiten in der Sammlung.

Die Budapester U-Bahn, Baujahr 1895, war die erste auf europäischem Festland (Bild: Frederik Buchleitner)

Die Budapester U-Bahn, Baujahr 1895, war die erste auf europäischem Festland (Bild: Frederik Buchleitner)

Die Wuppertaler Schwebebahn ist mit einem Wagen aus dem Jahre 1912 vertreten (Bild: Frederik Buchleitner)

Die Wuppertaler Schwebebahn ist mit einem Wagen aus dem Jahre 1912 vertreten (Bild: Frederik Buchleitner)

Mittlerweile hat der Verein eine 2.4km lange Schleife, welche von historischen Straßenbahnen aus ganz Europa befahren wird. Geplant ist in der nächsten Jahren der Bau einer zweiten Wendeschleife, um einen vollständigen Rundkurs fahren zu können. Nach Fertigstellung soll dann auch der Münchner M5-Zug fahren können.


4 Kommentare zu “Hannover: Ein Blick ins Straßenbahnmuseum”

  1. Stefan H sagt:

    Und in welchem physikalischen Zustand sind die Münchner Züge? Insbesondere das Hängebauchschwein?

  2. khoianh sagt:

    Anscheinend hat man die mal äußerlich aufgehübscht, der Zustand der Technik dürfte ziemlich unrestaurierter Originalzustand aus den frühen Sechzigern sein…

    M und MG standen auf der Museumsseite irgendwie an einer besseren Stelle als jetzt.

  3. Michael Künzi sagt:

    Der MG wurde tatsächlich nur äußerlich hergerichtet. Technisch befindet er sich auf den Stand seiner Ausmusterung (1975). Von daher dürfte eine vollständige Rekonstruktion eher schwierig werden, denn dafür sind definitiv zu wenig Ersatzteile vorhanden

  4. Dominik H. sagt:

    Ach komm, da nimmt man halt M-Wagen ersatzteile…

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