MVG stellt neuen Fahrscheinautomat vor

Bilder, Tarif, Wissenswertes Von: Daniel Schuhmann

Die MVG hat heute am Marienplatz ihren neuen Fahrscheinautomat vorgestellt. Der erste Automat steht selbstverständlich werbewirksam im Kundenzentrum am Marienplatz.

Der heute vorgestellte Ticketautomat im MVG-Kundenzentrum am Marienplatz

Der heute vorgestellte Ticketautomat im MVG-Kundenzentrum am Marienplatz (Bild: Daniel Schuhmann)

Es handelt sich hierbei um den ersten Automaten mit Touchscreen-Bedienung im MVG-Netz, vergleichbare Geräte gibt es bisher lediglich im Bereich der S-Bahn. Die MVG hat sich bei der Gestaltung der Oberfläche besonders viel Mühe gegeben, wurde doch die Software an mehreren Terminen mit Kunden getestet.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Im Vergleich zur DB-Oberfläche lässt sich das MVG-Modell bedeutend leichter bedienen, viele Bedienelemente sind selbsterklärend: Besonders bei den Partner-Tageskarten wird durch die Bezeichnung „2-5 Personen“ Klarheit geschaffen, auch die Tarifplan-Visualisierung sorgt für ein besseres Verständnis der Tarifzonen.

Visualisierung der Tarifzonen: Die Bedeutung der XXL- und Außenraumzone wird verständlicher dargestellt

Visualisierung der Tarifzonen: Die Bedeutung der XXL- und Außenraumzone wird verständlicher dargestellt (Bild: Daniel Schuhmann)

Wer eine Einzelfahrkarte, eine Streifenkarte oder eine Innenraumtageskarte (Single oder Partner) benötigt, drückt einfach die Easy-Taste. Sofort werden die vier wichtigsten Fahrkartenarten groß dargestellt und sind auch für sehbehinderte schnell erreichbar.

Nach Druck auf die Easy-Taste erscheint ein vereinfachtes Menü mit vier Tickets und der Barcode-Scanner ist aktiv

Nach Druck auf die Easy-Taste erscheint ein vereinfachtes Menü mit vier Tickets und der Barcode-Scanner ist aktiv (Bild: Daniel Schuhmann)

Die Tasten sind mit Blindenschrift bezeichnet

Die Tasten sind mit Blindenschrift bezeichnet (Bild: Daniel Schuhmann)

Auch wer gerade bei der Bank war und dringend ein Ticket benötigt, kann aufatmen: Die Streifenkarte kann man jetzt mit einem 50-Euro-Schein bezahlen, denn der Automat kann Scheine zurückgeben.

Der Automat gibt als Wechselgeld auch Geldscheine zurück

Der Automat gibt als Wechselgeld auch Geldscheine zurück (Bild: Daniel Schuhmann)

Besonders einfach wird’s, wenn man bereits eine Fahrkarte erworben hat und diese ein paar Wochen später nochmal benötigt: Auf jeder Karte ist ein Barcode aufgedruckt.

Tageskarte und Streifenkarte aus dem neuen Automat, an den Ecken befindet sich jeweils der Barcode

Tageskarte und Streifenkarte aus dem neuen Automat, an den Ecken befindet sich jeweils der Barcode (Bild: Daniel Schuhmann)

Nach Druck auf die Easy-Taste (oder Auswahl im Touchscreen) wird der Barcodeleser eingeschaltet. Wird die Karte nun an den Automaten gehalten, verkauft er das gewünschte Angebot.

Der Barcode wird vom Ticket gelesen

Der Barcode wird vom Ticket gelesen (Bild: Daniel Schuhmann)

Gut für das Klima ist die LED-Beleuchtung des Automaten, die wartungsfrei und energiesparend ist.

Die Logos der Verkehrsmittel vedeutlichen, welche Fahrkarten erworben werden können. Die LED-Beleuchtung spart Energie.

Die Logos der Verkehrsmittel vedeutlichen, welche Fahrkarten erworben werden können. Die LED-Beleuchtung spart Energie. (Bild: Daniel Schuhmann)

Zu Hause testen

Wer sich in Ruhe zu Hause mit der neuen Bedienoberfläche beschäftigen möchte, kann dies mit einem Flash-Applet auf der MVG-Webseite tun. Die Funktion selbst am PC ausprobieren zaubert die Bedienoberfläche auf den heimischen Bildschirm.


8 Kommentare zu “MVG stellt neuen Fahrscheinautomat vor”

  1. Chris sagt:

    Jetzt gibt es endlich neue Automaten mit EC-Kartenfunktion und direktem LAN Anschluss und die extra Zeitkartenautomaten werden trotzdem noch nicht überflüssig.
    Gibt es da irgendwelche Planungen die Automaten auch damit auszurüsten so dass man Zeitkarten an mehr Orten kaufen könnte?

  2. SEBASTIAN sagt:

    Bin ja schon auf das Bedienen der Geräte gespannt.

  3. Daniel Schuhmann sagt:

    @Chris: Die Funktionalität soll später noch nachgerüstet werden.

  4. variobahn sagt:

    Ich finde dieses Barcode-Scanner eine gute Idee.
    Werden die Automaten eigentlich auch schon in Moosach stehen?!

  5. Daniel Schuhmann sagt:

    Jawoll.

  6. Jonathan Rhodes sagt:

    Ich war dort kürzlich „einkaufen“ und als ich am Sendlinger Tor gestempelt habe ist mir aufgefallen das der Stempelaufdruck lifalfarben ist. Und am Tag davor habe ich am Ostbahnhof auch einen Lila Stemple bekommen. Ist das normal?
    Ich finds übrigens super, das ma da jetzt wie bei der DB mit ec-Karte zahlen kann 🙂

  7. jams1906 sagt:

    ich hoffe sehr das die neuen automaten so umgestellt werden das man zeitkarten kaufen kann bevor sie überall aufgestellt werden. Gerade an der messe ost versucht eine wochenkarte zu kaufen. 8 alte automaten, eine PuR anlage mit über 700 plätzen und mitarbeitern aber nirgends bekommt man zeitkarten. Nichtmal über das internet. Da wird der bürger ja zum schwarzfahren gerade zu aufgefordert.

  8. Märkuhs sagt:

    also in Berlin sieht man diese Art Automaten ja schon seit einigen Jahren. Wirklich interessant finde ich so eine Lösung wie zB. in Hongkong. Da hat jeder eine Art Guthabenkarte und der entsprechende Betrag wird beim verlassen der U-Bahn automatisch vom Guthaben abgezogen. Da entfällt der hier übliche Tarifjungle. Sowas fände ich mal fortschrittlich 😉

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