Ein Berliner zu Gast in Strausberg

Bilder, Sonderfahrten, Tellerrand Von: Daniel Schuhmann

Bei der Bestellung von Neufahrzeugen haben die kleineren Betriebe oft das Nachsehen: Sie benötigen nur wenige Züge, was sich bei der Bestellung in hohen Preisen niederschlägt. Da man nicht immer auf Gebrauchtfahrzeuge zurückgreifen kann oder will, bietet es sich an, sich an der Neubestellung eines großen Betriebs zu beteiligen.

Am S-Bahnhof Strausberg lädt Wagen 4001 zur Mitfahrt ein.

Am S-Bahnhof Strausberg lädt Wagen 4001 zur Mitfahrt ein. (Bild: Joseph Lindner)

Genau das hat die Strausberger Eisenbahn, ein Straßenbahnbetrieb östlich von Berlin, nun vor: Nachdem die Berliner BVG anlässlich des erfolgreichen Probebetriebs mit den Flexity-Zügen den Erwerb weiterer Bahnen vereinbart hat, soll auch das Strausberger Netz davon profitieren: Die STE plant den Kauf zweier Niederflurbahnen.

Um die Fahrzeuge vor der Bestellung eingehend testen zu können, führt die STE derzeit einen zweiwöchigen Probebetrieb durch. Noch bis 9. November fährt der fünfteilige Zweirichtungswagen 4001 im Linienverkehr. Die Fahrgäste sind im wahrsten Sinne des Wortes eingeladen, das Fahrzeug zu testen: Bis einschließlich Sonntag war die Mitfahrt im Flexity kostenfrei möglich, seit Montag ist hingegen der normale Tarif zu bezahlen.

Die Straßenbahn wurde von den interessierten Strausbergern rege besucht, wie diese Innenaufnahme zeigt.

Die Straßenbahn wurde von den interessierten Strausbergern rege besucht, wie diese Innenaufnahme zeigt. (Bild: Joseph Lindner)

Darüberhinaus werden Fahrgastbefragungen durchgeführt, um von den Kunden Anregungen zu erhalten, was noch verbessert werden kann. Damit die Fahrgäste zur richtigen Zeit an der Haltestelle warten, hat die STE die Fahrzeiten des neuen Wagens veröffentlicht.

Ebenerdiger Einstieg an allen Türen - das gibt es vielleicht in Zukunft regelmäßig.

Ebenerdiger Einstieg an allen Türen - das gibt es vielleicht in Zukunft regelmäßig. (Bild: Joseph Lindner)

Etwas ungewohnt wirkt ein Zug mit BVG-Farbgebung so
Eine Besonderheit dieser Straßenbahn ist, dass sie - nach der EBO konzessioniert - eigentlich als Eisenbahnlinie verkehrt.

Eine Besonderheit dieser Straßenbahn ist, dass sie - nach der EBO konzessioniert - eigentlich als Eisenbahnlinie verkehrt. (Bild: Joseph Lindner)


6 Kommentare zu “Ein Berliner zu Gast in Strausberg”

  1. NJ Transit aka Tramfan sagt:

    Macht das Loverle (:P) hier mittlerweile auch mit… 😉 Sehr schöne Bilder, vielen Dank! Man kann nur hoffen, dass diese wunderschönen Fahrzeuge nicht auch die Strausberger weiß-rot-blaue Lackierung erhalten (sollte es zu einer Bestellung kommen), das sähe nämlich ziemlich schlecht aus… :S

  2. SEBASTIAN sagt:

    Das scheint ja ein gutes Modell zu sein.
    Denn es ist gut, wenn es Synergieeffekte gibt.

  3. Daniel Schuhmann sagt:

    @NJ Transit: Nein, bitte nicht in BVG-Sonnengelb (Mir gefiel auch das »Beamtenbeige« besser). Ein wenig Tradition sollte bei den Umlandbetrieben schon erhalten bleiben.

  4. NJ Transit sagt:

    Das Sonnengelb find ich gar nicht so schlecht… Ber wer sagt denn, das Strausberg das auch übernehmen soll. Ich finde nur, man soll die Felxities auf keinen Fall in das Standardlackschenma rotblauweiß setzten. Naja, warscheilich würde er eh Vollwerbung kriegen 😉

  5. Daniel Schuhmann sagt:

    Niemand sagt das – ich hatte nur „nicht in Strausberger Farben lackieren“ als „so [also gelb] lassen“ interpretiert. Dennoch: Ich mag den Strausberger Lack. Warten wir’s ab… 🙂

  6. Roland sagt:

    Ich habe den Flexity zwar nur bei der BVG erlebt, aber auch eine kurze Fahrt hinterlies einen deutlich besseren Eindruck als die Variobahn der MVG. Vielleicht lags an der Bestuhlung und der Position der Sitze. Aber auch das Laufgefühl/die Laufruhe war deutlich besser, als alles was in München niederflurig fährt/fahren soll.

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