Teuere Unterschrift: MVG kauft neue Züge

Bilder, Fahrplan, Betrieb Von: Daniel Schuhmann

Eine stolze Summe: Nicht weniger als 185 Millionen Euro gibt die MVG für die Bestellung von 21 neuen sechsteiligen U-Bahn-Gliederzügen vom Typ C aus. Die MVG-Geschäftsführer Herbert König und Florian Bieberbach sowie Dr. Hans-Jörg Grundmann, CEO bei Siemens Mobility, unterzeichneten heute am U-Bahnhof Marienplatz den Vertrag.

Herbert König, Dr. Hans-Jörg Grundmann und Florian Bieberbach unterzeichnen den Vertrag über die Bestellung der neuen C-Züge

Herbert König, Dr. Hans-Jörg Grundmann und Florian Bieberbach unterzeichnen den Vertrag über die Bestellung der neuen C-Züge (Bild: Daniel Schuhmann)

Dabei ist dies nur ein geringer Teil der möglichen Investitionen: Es bestehen noch zwei Optionen auf weitere jeweils 23  Züge, die bis 2016 sowie 2020 eingelöst werden können. Das Gesamtvolumen für die 67 Züge liegt bei 550 Millionen Euro.

Unter vier möglichen Bewerbern legte die Firma Siemens das wirtschaftlichste Angebot vor, weshalb sie heute mit dem Bau der Züge beauftragt wird. 2013 soll der erste Zug nach München kommen, bis 2015 sollen alle 21 Einheiten geliefert sein.

Anstoßen auf die erfolgreiche Vertragsunterzeichnung — durch das Alkoholverbot bei der MVG allerdings nur mit Wasser

Anstoßen auf die erfolgreiche Vertragsunterzeichnung — durch das Alkoholverbot bei der MVG allerdings nur mit Wasser (Bild: Daniel Schuhmann)

Ab 2014 können die Züge dann das Angebot auf den U-Bahn-Stammstrecken verbessern: So soll auf den Linien U1/U2 und U3/U6 im Bereich der Stammstrecken alle zwei Minuten ein Zug fahren. Abfertiger unterstützen die Zugfahrer an den stark belasteten Stationen.

Dr. Hans-Jörg Grundmann, Herbert König und Florian Bieberbach präsentieren das Modell des neuen C2-Zugs

Dr. Hans-Jörg Grundmann, Herbert König und Florian Bieberbach präsentieren das Modell des neuen C2-Zugs (Bild: Daniel Schuhmann)

Modell des C2-Zugs

Modell des C2-Zugs (Bild: Daniel Schuhmann)

Grüne Züge für die Weißblaue U-Bahn

Eine grüne U-Bahn wird die MVG erhalten: Wie Dr. Hans-Jörg Grundmann klarstellte, werden die Züge selbstverständlich das herkömmliche Farbkleid tragen, die C2-Züge sind vielmehr umweltfreundlich. Zu 97 Prozent ist das Material recyclebar, überhaupt werden im Zug keinerlei schädliche Stoffe verbaut. LED-Leuchten ersetzen die Halogenstrahler. Besonders trägt zur Energieeinsparung aber der Wagenkasten aus Aluminium bei, durch den nicht nur das Gewicht sondern auch der Energiebedarf reduziert wird. Zusätzlich sind die Züge optional mit Energiespeichern ausrüstbar, womit Bremsenergie auch dann zurückgewonnen kann, wenn das Netz nicht aufnahmefähig ist.

Das Team der C-Zug-Bestellung

Das Team der C-Zug-Bestellung (Bild: Daniel Schuhmann)


5 Kommentare zu “Teuere Unterschrift: MVG kauft neue Züge”

  1. FanOfJesusChrist sagt:

    wow cooler Zug – tolles Frontdesign – bin gespannt wie die die Innenausstattung sich ändert (vom design her)

  2. René Martin sagt:

    Es ist geradezu unverschämt, der öffentlichen Hand eine derart große Summe aufzubürden, zumal in Zeiten leerer Kassen, da die alten Züge noch problemlos viele Jahre im Einsatz sein könnten – gute Wartung vorausgesetzt. Die MVG sollte lieber ihre bestehende Flotte besser reinigen und eventuell neu lackieren, davon hätte der Fahrgast viel mehr (für viel weniger Geld), auch weil ich zwischen A- B- und C-Wagen keinen Unterschied im Bezug auf die Nutzerfreundlichkeit feststellen kann, außer dass in den C-Wagen viel mehr Leute stehen müssen.

  3. 25er sagt:

    Mensch René!
    In Ost-Berlin sind 1989 kurz vor dem Mauerfall die letzten A-Wagen im Alter von ca. 60 Jahren ausgemustert worden. Wir haben uns damals alle gewundert, wie man mit solchen Kisten noch rumfahren kann. Wenn die A-Wagen nicht bis -sagen wir- 2025 ausgemustert werden, wird es die Oldies seit den Prototypen 1967 fast genau so lang gegeben haben.

    Ich bin ja generell Deiner Meinung, weil ich auf Oldtimer stehe, aber wenn’s keine Ersatzteile mehr gibt! Der B-Wagen mit dem fast gleichen Innendesign wird mindestens noch bis 2037 fahren! Dann ist das Innendesign 70 (!) Jahre alt!!!!!!!!
    Freuen wir uns doch, dass man im Gegensatz zu anderen Städten z.B. die alten kultigen Kunstledersitze nicht durch irgendeinen Plastikkram ersetzt hat.

  4. Dominik H. sagt:

    Die Front sieht ja total Scheiße aus, noch schlimmer als im Zeitungsbild, wie ein Roboterkopf o.0

  5. variobahn sagt:

    Ich finde dieses Design nicht schlecht; die Frontlichter schauen sehr schön und zeitgemäß aus

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