Nov 01
Kurz vor 21 Uhr am gestrigen Montag rückte der P-Wagen-Kurs 21-18 in den Betriebshof ein, der P-Beiwagen 3037 hat damit seine vorerst letzte Tour beendet. Dies war seit dem Herbst 2005, als der Beiwagen 3010 abgestellt wurde, die erste Abstellung eines P-Wagens.

Der P-Zug 2021/3037 hält an der Lothstraße (Bild: Frederik Buchleitner)
Die Tramgeschichten zeigen nochmals einige Bilder der beiden P-Kurse vom letzten Einsatztag des Wagens 3037.

P-Wagen 2005 mit Beiwagen 3004 auf dem eingleisigen Abschnitt in der Dachauer Straße nahe dem Westfriedhof (Bild: Frederik Buchleitner)

P-Wagen 2021 kurz vor der Haltestelle Olympiapark West (Bild: Frederik Buchleitner)

P-Wagen 2005 zwischen den Stationen Olympiapark West und Borstei (Bild: Frederik Buchleitner)

Wenige Tage zuvor konnte der P-Zug 2021/3037 kurz hinter dem Leonrodplatz auf die Speicherkarte gebannt werden (Bild: Frederik Buchleitner)

Herbstliche Stimmung an der Lothstraße (Bild: Frederik Buchleitner)

P-Wagen 2021 steht mit seinem nun vorläufig abgestellten p-Beiwagen 3037 an der Sandstraße (Bild: Frederik Buchleitner)

Blick von hoch-oben auf den P-Zug 2021/3037 (Bild: Frederik Buchleitner)

Noch eine Station, dann hat 2021 den Stachus erreicht (Bild: Frederik Buchleitner)

2021 steht am Hauptbahnhof und wartet auf neue Fahrgäste Richtung Westfriedhof (Bild: Frederik Buchleitner)
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2. November 2011 um 00:29 Uhr
Naja netter Artikel, aber die Bedeutung von 3037 kommt hier aber nicht zum Vorschein. Könnte genauso ein anderer Beiwagen sein. Lieber vlt. paar Innendetails oder Außendetails zeigen. Nichts für ungut
2. November 2011 um 22:59 Uhr
Aus die Maus,
Ende Gelände,
Feierabend,
is nun Ersatztteilspender, tja, so ists halt, 40, 50 Jahre im Dienst, für dich, für mich, für alle,
gewartete, repariert, geputzt, vollgeko…, wieder gereinigt, was hat der Leute gesehen,
aber irgendwann ist Feierabend.
RIP
3. November 2011 um 04:09 Uhr
Tja, wieder einer weniger. Wirklich schade drum. Und zwar nicht nur aus Nostalgie, die Platzkapazität könnte man im derzeitigen Betrieb verdammt gut brauchen.
3037 müsste Baujahr 1968 sein, also gute 43 Jahre im Dienst. Das heutige Gelumpe braucht übrigens schon nach 15 Jahren ein komplettes Redesign, damits nicht auseinanderfällt…
3. November 2011 um 15:49 Uhr
Beiwagen 3037
Inbetriebnahme 16.10.1968
Abstellung 31.10.2011
42 Sitzplätze
120 Stehplätze
Hoffentlich kommt er irgendwann wieder…
4. November 2011 um 00:57 Uhr
Wegen Wagenmangel sollte man ihn unbedingt noch mal flottmachen, auch wenn er den Ruhestand von der Anzahl an Jahren eigentlich verdient hat.
Als eiserne (im wahrsten Wortsinn) Reserve kann man ihn ohnehin brauchen, es sind ja jetzt schon weniger zugelassene Bei- als Triebwagen vorhanden. Zum alten Eisen (wieder wahrsten Wortsinn) sollte man ihn nicht machen.
4. November 2011 um 13:43 Uhr
ich denk, solange die “stadler” nicht fährt wird alles was räder hat und auch die p-beiwagen wieder eine HU bekommen. ob millionen rumstehen, oder tausende von euro in eine Hu der P-wagen gesteckt wird, darauf kommt es jetzt auch nicht mehr an. ein m5-beiwagen steht doch im betr.2 auch noch rum. lacht das wäre ein bild, p-triebwagen mit m5 beiwagen. grübel geht das eigentlich? elektrisch mein ich.
4. November 2011 um 20:46 Uhr
@ubahnwagen: Man gibt bei der MVG viel lieber mehrstellige Millionenbeträge für neue Wagen aus (egal ob nutzlos oder nicht), als ein paar Tausender in Reparaturen/Instandhaltung oder auch ein paar Zehntausende in sinnvolle Strecken-Infrastruktur zu investieren. Der Grund dafür ist meines Wissens furchtbar einfach: Die Millionen zahlt direkt der Steuerzahler, die Wartungs-Tausender muss die MVG dagegen selbst erwirtschaften…
5. November 2011 um 19:58 Uhr
@Claus: Das >heutige Gelumpe< fällt nach 15 Jahren sicher nicht auseinander. So wie in jedem Haus muß man irgendwann einmal renovieren, um die Substanz zu erhalten und das Erscheinungsbild aufzufrischen. Auseinanderfallen tut's nur dann wenn man eben nichts macht oder nur das nötigste, wie bei Wagen, deren Ausmusterung absehbar ist. Das macht man ja nicht zum Spaß. Da muß man die rosa Altwagenbrille einfach mal ablegen und die Realität sehen. Es ist wirklich schade um die schönen Wagen, aber den Lauf der Zeit kann man nicht aufhalten.
5. November 2011 um 23:38 Uhr
Das heutige Gelumpe ist im Fall der R2 auch schon 15 Jahre unterwegs.
6. November 2011 um 23:24 Uhr
@Emil: Dass man “renovieren” muss, ist klar. Aber unter Renovierung verstehe ich z.B. einen neuen Anstrich (etwas, was z.B. viele A-Wagen der U-Bahn mal dringend nötig hätten, aber da wird gespart…). Die R2 kriegen dagegen einen neuen Boden, komplett neue Türen, komplett neue Inneneinrichtung, teilweise neue Elektronik. Etwas was die P-Wagen in >40 Betriebsjahren nicht nötig hatten.
7. November 2011 um 21:06 Uhr
Man sollte die P-Wägen nicht verschrotten oder als Ersatzteillager verwenden, sondern eine HU spendieren, denn brauchen kann man die alten Wägen immer wieder. Man sieht es ja, was mit den Varios ist. Es ist doch auch eine Aktraktion, wenn die P-Wägen noch lange im Linienverkehr fahren.
7. November 2011 um 21:07 Uhr
Das die P aber auch alle 8 Jahre bei der HU einen halben Neubau erhielten verschweigen wir, weil der Vergleich sonst hinken würde?
8. November 2011 um 13:56 Uhr
@Gerhard: Über den Aufwand der P-Wagen HU weiß ich nichts, drum kann ich da auch nicht viel zu sagen. Aber ich nehme stark an, dass Du Dich eher auf die letzte HU der P’s beziehst, und da war z.B. der 3037 immerhin schon 32 Jahre alt.
Außerdem hilft ein Blick auf die Größenordnungen: 50 Redesigns für 10 Mio Euro (http://www.tramgeschichten.de/2009/10/28/r2-wagen-redesign-bei-iftec-leipzig/) macht einen geplanten Aufwand von 200’000 Euro pro Wagen. Ich bezweifle, dass eine erneute HU eines P-Wagen-Zugs auch nur annähernd soviel kosten würde.
Und wenn Du das dann noch auf die Sitz-/Stehplatz-Kapazität hochrechnest (R2: 58 Sitz + 99 Steh, P/p: 82+232), solltest Du eigentlich sehen, was für teure Luxuskarossen man sich mit den Redesign-R2 da leistet.
Aber um mal von der Kostendiskussion etwas wegzukommen: Mein Punkt ist einfach der, dass es eine Frechheit ist, einen weiteren P-Wagen-Zug ohne Not abzustellen, während man nicht genug Fahrzeuge für einen vernünftigen Linienbetrieb hat. Ich habe hier in Schwabing regelmäßig das Vergnügen mit einer überfüllten U3/6 und einer genauso überfüllten Tram 27. Da kommt alle 7/8 Minuten (real eher alle 8-10 Min.) so ein R2 angezuckelt, in den komme ich zur Hauptverkehrszeit schon am Kurfürstenplatz oft kaum mehr rein. Ich nehme an Du kannst nachvollziehen, dass ich mich da sehr freue, wenn sich stattdessen mal ein P/p hierher verirrt. Und das hat erstmal verdammt wenig mit Nostalgie zutun.