Das Variobahn-Debakel scheint kein Ende zu finden: Die neuen Züge müssen täglich auf schadhafte Gummikörper im Bereich der Räder kontrolliert werden, so können in der Regel nur etwa drei bis fünf Züge im Linienbetrieb eingesetzt werden.

Höchstens drei bis fünf Kurse werden aktuell mit Variobahnen bestückt, die anderen Züge stehen nutzlos im Betriebshof (Bild: Frederik Buchleitner)
Bis die Ursache des weiterhin bestehenden Serienschadens an den Radreifen nicht bekannt ist, werden die Züge keine endgültige Zulassung erhalten. Zum 31. August läuft die vorläufige Genehmigung ab, dann dürfen die S-Wagen nicht mehr im Linienbetrieb stehen. Die MVG spricht mittlerweile sogar von einer Rückgabe aller Züge an Stadler. Zum Fahrplanwechsel wird der tägliche Einsatzbestand wieder erhöht, dies zwingt die MVG sich nach alternativen Fahrzeugen umzusehen oder sich an einer aktuellen Bestellung von Neufahrzeugen zu beteiligen. Auch die P-Wagen könnten durch die Probleme eine erneute Gnadenfrist erhalten.

Die Abstellung der P-Wagen scheint vorerst in weite Ferne gerückt zu sein, doch in Kürze laufen die Fristen der letzten beiden Züge aus. Werden wir in Kürze neue Verlängerungen an den mittlerweile 45-jährigen Altwagen sehen? (Bild: Frederik Buchleitner)
Doch die feinen Risse im Radgummi gibt es nicht nur in München, wie die ‘Potsdamer Neuen Nachrichten’ berichten, finden sich mittlerweile auch in Potsdam die gleichen Schäden. Auch dort stehen laut der ‘Märkischen Allgemeinen’ mittlerweile tägliche Überprüfungen in der Werkstatt auf dem Plan.
Im Münchner Merkur wehrt sich Stadler gegen die Vorwürfe der MVG und hält die Mängel für nicht sicherheitsrelevant.
Das Problem mit den neuen Variobahnen wird uns nun also noch weiter begleiten, im schlimmsten Fall sind die Fahrzeuge zum 31. August wieder abgestellt und die MVG hat zu Schulbeginn einen starken Wagenmangel.
15. Juni 2012 um 01:23 Uhr
Bei 2005/3037 war der Ablauf Anfang des Jahres, was ist mit 2010 ? Hab ich da was übersehen, sind die alle abgestellt zum Verschrotten/Ersatzteillager oder kommen die wieder ? Wäre ja schön, denn sie werden 100%ig wieder gebraucht nach dem ganzen Stadlerdebakel und was in Zukunft noch kommen wird…In den letzten Tagen habe ich in versch. Medien gelesen, dass jetzt zwei alte P-Wagenzüge wieder reaktiviert werden sollen. Was bedeutet das ? 2021/2028 fahren ja sowieso ohne Unterbrechung. Bitte um kurze Info, danke !
15. Juni 2012 um 06:32 Uhr
Das hat sich noch nicht so ganz rauskristallisiert, ich denke aber, dass die beiden abgestellten Wagen 2005 und 2010 noch in reaktivierbarem Zustand sind. Ob die oder die bald ablaufenden Wagen 2021(Ende Juni) oder 2028(Ende September) gemeint sind, kann ich nicht sagen.
15. Juni 2012 um 10:20 Uhr
Super! P-Wagen!!!
Ein Hoch auf die Pps…
15. Juni 2012 um 11:27 Uhr
@Frederik. Danke für die Infos und die immer wieder tollen Fotos !!
15. Juni 2012 um 17:10 Uhr
Das kommt davon, wenn man material- und personalmäßig ständig am Limit arbeitet.
15. Juni 2012 um 18:58 Uhr
Im Berliner Nahverkehrsforum munkelt man gar, sich an den Flexitys zu interessieren.
Die in Blau/Silber kann ich mir grad net vorstellen
16. Juni 2012 um 11:52 Uhr
Und in der Zwischenzeit könnte man ja ein paar Tatras ausborgen, falls die TAB da kein Problem macht…
16. Juni 2012 um 13:36 Uhr
Potsdam hat das Gleiche Problem und trotzdem fahren da momentan 75% der Sonderzüge aus Pankow.
16. Juni 2012 um 15:22 Uhr
Soviel Unterschied zwischen Flexitys und Variobanh gibt es aber auch wieder nicht, denn auch Bombadier setzt auf Senftentechnik – mal schaun, was die Zukunft bringt, es bleibt auf jeden Fall spannend
17. Juni 2012 um 11:13 Uhr
im aktuellen Straßenbahn-Magazin schreiben sie,dass es ja eine Chance gebe,Berliner Altwagen auszuleihen,sie würden aus Münchn sehener Gleisnetz passen.mal abwarten wie sich das entwickelt.
17. Juni 2012 um 14:56 Uhr
die frage die ich mir langsam stelle, in wie weit unsere zulassungsbehörde nun wirklich der buhmann ist. es wird zeit, das es endlich eine einheitliche verordnung für STRAB gibt. die potsdamer dürfen oder können mit dem schaden fahren, wir sehr eingeschränkt bzw. bei uns wird “verschärft” das fahrzeug überprüft. sich von anderen städten fahrzeuge ausleihen, da scheitert es wieder an unseren besonderheiten am netz bzw. der TAB. sich an anderen bestellungen anhängen? noch mal wollen wir ja nicht auf die schnauze fallen oder. was unsere “dicken” angeht, ist dies ja auch nur eine notlösung! sie sind zuverlässiger als die neuen, aber irgendwann ist schluß. keine ersatzteile, hohe instandsetzungsarbeit, personal usw. und ich befürchte das dann keine mehr fahren wird. als museumszug mein ich. weil die letzten vertreter dann so verschlissen sind, das dann die kosten immens wären diese fahrbereit zu halten.
18. Juni 2012 um 11:15 Uhr
Naja,
das mit den Tatras hatte ich auch schon mal angemerkt, aber bei weiterer Überlegung ist halt die Frage, wie man die warten will.
Natürlich könnte man die BVG fürs Fahren ertüchtigen bezahlen, da diese erstmal genug Werkstattausrüstung haben. Nur die weitere Wartung ist erstmal fraglich. Das KnowHow müsste auch erstmal angemietet werden.
Das dritte Spitzenlicht wird man sicher fix irgendwie drankleben können
Einzig positiv ist, es sind genug auf Halde, nur wie Fest die schon sind, weiß keiner.
Eine Überlegung ist es auf jeden Fall wert.
19. Juni 2012 um 17:14 Uhr
Im Internet hab ich einen Anbieter für gebrauchte Straßenbahnen gefunden
ob da was brauchbares für München dabei ist kann ich allerdings nicht beurteilen
http://www.mes-services.de/
20. Juni 2012 um 16:54 Uhr
Die MVG sollte endlich Händchen mit Kopf machen und die Vario an den Hersteller zurückgeben.
21. Juni 2012 um 12:31 Uhr
Die MVG wird sich ganz bestimmt keine Straßenbahnen leihen, ich persönlich denke das sie so was nicht durchsetzen würden. Wenn dann gibts halt massig Fahrplankürzungen und SEV da kennen sie sich eh bestens aus.
21. Juni 2012 um 22:16 Uhr
@Jonathan: Im Prinzip gebe ich Dir recht, man hat ja eh die Bauarbeiten in Schwabing schon wieder monatelang gestreckt, damit der eklatante Fahrzeugmangel nicht auffällt.
Aber eines darfste nicht vergessen: 2013 sind Landtagswahlen, und Anfang 2014 wird ein neuer OB gewählt. Schätze, dass das dem Ude und damit auch der MVG etwas Beine machen wird…
21. Juni 2012 um 22:57 Uhr
Das glaub ich eher auch, dass sie sich keine ausleihen werden, denn das wäre ja schon ein halber
Offenbarungseid “der Oberen”… Aber zuerst großspurig Fahrplanverdichtungen ankündigen, und dann wahrscheinlich nicht einhalten können. Aber noch sind ja fast 6 Monate Zeit zum Fahrplanwechsel und wie schon gesagt, die Zeit läuft.. fragt sich nur für wen ?
22. Juni 2012 um 00:21 Uhr
Geht doch, man muss nur ein Doppelgelenk einbauen.
Wusste garnicht, das Bremen ihre Dinger (GT8N1) schon verkauft LOL
http://www.mes-services.de/index.php?option=com_content&task=view&id=42&Itemid=42
22. Juni 2012 um 15:09 Uhr
Das neue Züge nicht zugelassen oder lediglich eine Teilzulassung bekommen ließt man in den letzten 10- 5 Jahren immer öfter.
Rekordhalter ist hier eindeutig die Dänische Staatsbahn mit der Baureihe MG / IC4
http://de.wikipedia.org/wiki/DSB_MG
Aus der Perspektive betrachtet wäre es durchaus keine Schande sich nach brauchbaren gebraucht
Zügen umzuschauen um sie zu kaufen oder auszuleihen.
Ein SEV über einen längeren Zeitraum wäre allerdings inakzeptabel zumal sich dann auch die Frage aufdrängt ob dies nach dem Konzessions- Recht überhaupt zulässig ist.
22. Juni 2012 um 20:34 Uhr
Wobei der Fahrplanwechsel ja laut Aussage der MVG eine Vorlaufzeit (Erstellung von Dienstplänen usw.) von 4-5 Monaten braucht. Also wird man wohl ca. im August wieder, ähnlich wie im Vorjahr, einen “Plan B” für die Bedienung des Tramnetzes auf die Beine stellen.
23. Juni 2012 um 14:32 Uhr
@Dominik: Nicht schlecht, ne Umrüstung auf ein Doppelgelenk sollte man ja irgendwie hinbekommen. Allerdings steht da “mittelfristig” – mit 2015, 2016 oder so wäre München aber nicht wirklich geholfen…
26. Juni 2012 um 22:30 Uhr
Hatte die MVG ein ernsthaftes Interesse an den Standbahnzügen von der Üstra ?
http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?5,5961877