Seit über 18 Jahren ist Straßburg das Vorbild der in den 1990er-Jahren einsetzenden Renaissance der Straßenbahn, innerhalb weniger Jahre wurde ein komplexes Trambahnsystem mit sechs Linien auf einem Netz von 38,7 Kilometern erschaffen.
Auch in punkto Design und Verkehrsplanung setzte Straßburg Maßstäbe, so wurden beim Straßenbahnbau ganze Stadtviertel neu gestaltet. Aktuelles Bauprojekt ist eine Verlängerung in das auf der rechten Rheinseite liegende Kehl, die Neubaustrecke der Linie D soll im Jahr 2015 eröffnet werden.
Das Streckennetz bestand ursprünglich aus einer Nord-Süd-Achse und einer Ost-West-Achse mit Kreuzung in der Innenstadt am ‘Homme de Fer’, durch Streckenverlängerungen entstanden jedoch neue Stichstrecken und Tangenten.

EIne Socimi Eurotram der Linie D zwischen 'Droits de l'Homme' und 'Parlement Européen' (Bild: Frederik Buchleitner)
Werktags verkehren die Bahnen alle fünf bis sechs Minuten, durch viele Linienüberlagerungen hat man attraktive Zugfolgen von zwei bis drei Minuten.

Eine Eurotram der Linie D erreicht den Zentralen Umsteigepunkt 'Homme de Fer' (Bild: Frederik Buchleitner)
Die Hauptlast der Straßburger Tram tragen die 53 silbernen Züge vom Typ Eurotram mit einer großen, gewölbten Frontscheibe; auch die breiten und einteiligen Türen fallen selbst ungeschulten Augen als etwas Besonderes auf. Die Fahrzeuge dieses Typs kommen von der italienischen Firma Socimi. Mit dem weiteren Erfolg des neuen Tramsystems bestellte man im Jahr 2003 ganze 35 zehnachsige Citadis-Wagen vom Hersteller Alstom.

Eine Eurotram hat die Endstation 'Lingolsheim Tiergaertel' verlassen und erreicht in wenigen Momenten die Station 'Alouettes' (Bild: Frederik Buchleitner)







12. August 2012 um 23:53 Uhr
ein toller bericht! straßburg kenn ich auch sehr gut! sehenswerte stadt.
die fahrzeuge selber empfand ich als angenehm. wenn man drinn sitzt. äußerlich sind sie sehr gewöhnungsbedürftig. auch bilde ich mir ein das die fahrleitungshöhe etwas höher ist wie man es in anderen europäischen städten gewöhnt ist.
13. August 2012 um 09:58 Uhr
Nur das Design der Eurotrams stammt von der italienischen Firma Socimi. Die Fahrzeuge selbst wurden in Großbritannien von ABB hergestellt.
13. August 2012 um 20:08 Uhr
Zum Stichwort “Vorbild” könnte man noch ergänzen, dass das Straßburger Tramnetz drei Betriebshöfe besitzt.
14. August 2012 um 19:11 Uhr
- wieviele Passagiere fassen die Wagen ?
- was ist die Höchstgeschwindigkeit in der Steigung ?
- welchen kleinsten Kurvenradius können die nehmen ?
- was hat ein Wagen gekostet ?