VAG Nürnberg modernisiert GT6N und GT8N

Redesign, Tellerrand, Wissenswertes Von: Daniel Schuhmann

Bereits vor über einem Jahr kündigte die VAG Nürnberg auf einer Bilanz-Pressekonferenz an, ihre GT6N und GT8N (vergleichbar mit den Münchner R2.2 und R3.3) einem Redesign zu unterziehen. Bereits die dort gezeigten Photomontagen ließen den Schluss zu, dass der Umbau analog zu den Münchner Redesign-Wagen bei der IFTEC in Leipzig erfolgt.

Der GT8N nach dem Umbau (Montage: VAG)

Der GT8N nach dem Umbau (Montage: VAG)

Heute wurde die Ausschreibung veröffentlicht: Im Zeitraum vom Juni 2015 bis Juni 2020 werden 14 dreiteilige GT6N und 26 vierteilige GT8N einem Redesign unterzogen. Wie bei den Münchner Zügen werden hierbei die Korrosionsschäden instandgesetzt, der Fußboden und der Fahrgastraum erneuert sowie bei den GT6N der Fahrerstand klimatisiert und die Türen auf Schwenkschiebetüren umgebaut.

Vergleich: GT6N vor und nach dem Umbau (Montage: VAG)

Vergleich: GT6N vor und nach dem Umbau (Montage: VAG)

Auffallend ist der Einbau einer Klapprampe zur Spaltüberbrückung und der Einbau der Außenbeleuchtung auf LED-Technik, wie sie inzwischen der Münchner R2.2 2136 erhalten hat. Zudem werden die Wagen neu lackiert und erhalten ein minimal geändertes Farbschema. Das Investitionsvolumen liegt bei etwa 20 Millionen Euro.

Vergleich: GT8N-Kopfteil vor und nach dem Umbau (Montage: VAG)

Vergleich: GT8N-Kopfteil vor und nach dem Umbau (Montage: VAG)


10 Kommentare zu “VAG Nürnberg modernisiert GT6N und GT8N”

  1. Stadtneurotiker sagt:

    Heißt das, daß alle ADtranz-Fahzeuge saniert werden?

  2. Daniel Schuhmann sagt:

    Ja.

  3. Henry sagt:

    Wäre Schön wenn die VAG die Fahrgastdisplays an die Wand anbringen würde, und nicht an den Fenstern.

  4. krni sagt:

    Gefällt mir.:-) Der hohe Verschleiß dieses Wagentyps scheint wohl ein typisch bremisches Problem zu sein. Die BSAG sucht derzeit bereits nach einem Nachfolger für ihre GT8N. Andererseits wurden einige Bremer GT8N aber auch schon einer kleineren Modernisierung unterzogen, was bei den Nürnberger Wagen meines Wissens nicht der Fall war.
    krni

  5. ubahnwagen sagt:

    na ja die fahrzeuge haben ja in allen städten wo sie fahren hohe laufleistungen erbracht. also jede art der ertüchtigung für weitere jahre hat seinen sinn! warum in bremen der verschleiß so groß sit wundert mich. wobei ich selber erlebt habe, das die fahrer dort eine heiße sohle fahren!!

  6. Christian sagt:

    Ich frag mich nur mit welchen Fahrzeugen die VAG die fehlenden auffängt, man hat eh so wenig Reserve das selbst Wagen fahren müssen an denen noch Unfallschäden deutlich sichtbar sind das war vor wenigen Monaten noch undenkbar…

    Den einzigen N8SNF setzt man auch nicht ein und überhaupt wofür gibt es denn Reservewagen? Wir haben echt keine mehr man musste ja alles nach Krakau abgeben was noch fahren hätte können.

  7. Luas sagt:

    Das Modernisierungsprogramm kann sich durchaus sehen lassen!Da brauchts für die kommenden Jahre keine teuren Neufahrzeuge reinziehen.

  8. Frank Hohmann sagt:

    Die Münchner P-Wagen hat man in 40 Jahren Einsatzzeit nie modernisieren müssen. Die guten alten Durofolsitze halten halt ewig!

  9. Mc_train sagt:

    in der Tat schade das man nicht auf so beständige Sitze setzt wie in den P-Wagen. Die Stoffsitze sind einfach schnell abgenützt aber weder München noch Nürberg ändern hier ihre Politik. Schade den innovative Betriebe wie z.B. Basel kehren mit den neuen Holzsitzen wieder zu bewärtem zurück.

  10. Trammerl sagt:

    @Christian:

    Wir hätten da in München 14 Variobahnen – SUPER Technik und bei den Fahrgästen ÄUSSERST beliebt…

    Interesse…?

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