MVV-Erweiterung bis Wasserburg

Allgemeines, Fahrplan, Betrieb, S-Bahn, Tellerrand Von: Johannes Schumm

In der Diskussion war es schon seit langem, nun wurde es beschlossen: zum nächsten Fahrplanwechsel im kommenden Dezember wird der Filzenexpress vollständig in den MVV-Tarifraum integriert.
Damit gelten MVV-Tickets auf der Strecke von Grafing Bahnhof nicht mehr nur bis Tulling, sondern bis zum Endbahnhof in Wasserburg (Reitmehring).

Ein 628 hält am mittlerweile stillgelegten Haltepunkt Brandstätt.

Ein 628 hält am mittlerweile stillgelegten Haltepunkt Brandstätt. (Bild: Jonas Hausdorf)

Nachdem die Strecke bereits im vergangenen Dezember durch einen Ausbau und damit verbunden der Einführung eines ganztägigen Stundentakts unter der Woche aufgewertet wurde, konnte nun die nächste Verbesserung für die Fahrgäste erzielt werden. Für den Dezember 2016 ist dann die Einführung des Stundentakts auch an Wochenenden geplant.

Durch die Tarif-Integration werden Fahrkarten von und nach Wasserburg erheblich günstiger — die Einnahmeverluste in Höhe von knapp 200’000€ jährlich werden vom Landkreis Rosenheim ausgeglichen.
Noch vor 25 Jahren stand die Nebenbahn kurz vor der Stilllegung, heute erfreut sich die von der Südostbayernbahn betriebene Verbindung wachsender Beliebtheit.

628 586 ist östlich von Tulling in Richtung Grafing unterwegs.

628 586 ist östlich von Tulling in Richtung Grafing unterwegs. (Bild: Daniel Schuhmann)

Die Integration des Filzenexpress ist laut MVV-Geschäftsführer ein wichtiger Schritt in Richtung einer stetigen Ausweitung des Verbundgebiets: »Die Pendlerbeziehungen im Großraum München gehen schon lange, nicht nur im Landkreis Rosenheim, über die Verbundgrenzen des MVV hinaus. Es gilt, die Fahrgäste durch ein attraktives Angebot zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen.«


11 Kommentare zu “MVV-Erweiterung bis Wasserburg”

  1. reinders wolfgang sagt:

    das ist eine grandiose idee,es wäre schön wenn auch die strecke richtung mainburg auch wieder vollständig in betrieb genommen würde.

    mfg
    w.reinders

  2. Johannes Schumm sagt:

    Mainburg selbst ist bereits seit Dezember 2014 in den MVV integriert.
    Ein Wiederaufbau der Bahnstrecke ist jedoch leider nicht mehr möglich – das Gleisbett wurde bereits an mehreren Stellen überbaut (unter anderem am ehemaligen Mainburger Bahnhof).
    Derzeit werden vom ehemaligen Hallertauer Lokalbahn-Netz nur noch der Abschnitt Langenbach—Haag und Rohrbach—Wolnzach im Güterverkehr bedient. Die restlichen Streckenabschnitte sind schon seit längerem zurückgebaut.

  3. Mark Kuss sagt:

    Die Strecke würde heutzutage sicher gut angenommen. Sie muss ja auch nicht unbedingt exakt auf der gleichen Trasse verlaufen wie früher. Den Bahnhof in Mainburg könnte man heute ja auch etwas weiter Richtung Ortsausgang einrichten. Wenn man will gibt es da immer Möglichkeiten.

  4. Sendlinger sagt:

    So interessant der Gedanke an einen Wiederaufbau der Hallertauer Lokalbahn(en) in der THEORIE sein mag, seien wir doch bitte ehrlich uns selbst gegenüber:
    Mit a) dieser Siedlungsstrüktur, b) dieser Topografie, c) dieser Verkehrspolitik und nicht zuletzt d) einem lokal ansässigen Busunternemen, dass sich die eroberte Butter sicher nicht vom Brot nehmen lassen wird und entsprechend Lobbyarbeit betreiben würde ist und bleibt das (leider) etwas für akademische (Hobby-)Diskussionen …

  5. Trammerl sagt:

    …bleibt nur noch zu erwarten, wie Wasserburg tariflich betrachtet wird!

    Genauso wie der Flughafen, der in der 3. Außenzone liegt, obwohl Freising (2. Außenzone) weiter von München weg ist…?

  6. Daniel Schuhmann sagt:

    @Trammerl: Wasserburg wird im Ring 15 liegen.

  7. reinders wolfgang sagt:

    schade , dass habe ich nicht gewusst,dass die strecke schon soweit zurück gebaut wurde. aber wie von zwei anderen kommentatoren geschrieben , busunternehmen lässt sich die butter nicht vom brot nehmen , ist ja klr, dann wird eine wenn auch etwas geänderte streckenführung keine chance auf erfolg haben.

  8. Frank Hohmann sagt:

    Was hat denn Wasserburg mit der Hallertau zu tun?

    Naheliegender wäre hier, den Wiederaufbau des Abschnittes nach Wasserburg Stadt zu fordern!

  9. Domingo sagt:

    Wichtig wäre eine Fahrt von Reitmehring ohne umzusteigen bis Ostbahnhof bzw. ohne Umsteigen vom Ostbahnhof nach Reitmehring. Sowie ein direkter (5 Minuten) Anschluss an den Stadtbus. Die gesamte Fahrtzeit (einschließlich Stadtbus) sollte zirka eine Stunde betragen.

  10. LinieAPendler sagt:

    Ohne Umzusteigen bis zum Ostbahnhof das kannst vergessen! Außer die Sbahn wird irgendwann bis nach Wasserburg fahren… is aber zu weit entfernt für das S-Bahn Netz.. Sonst würde man ja die S2 auch bis nach Aichach verlängern… Seit froh das bei euch noch der zuverlässige 628-Dieselzug stündlich fährt! Beim neuen S-Bahnbetrieb der S2 Altomünster gibts täglich Störungen 🙁 Ich hätte auch gern lieber den Diesel zurück..

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