Fugensanierung am Westfriedhof

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Kleine Ursache, große Wirkung: Durch die notwendige Fugensanierung des nicht einmal 20 Jahre alten U-Bahnhofs Westfriedhof muss die Trambahn einige Einschnitte hinnehmen: Noch bis zum 29. Mai 2016 werden die Linien 20/21 zwischen Moosach bzw. Westfriedhof und Leonrodplatz durch Busse ersetzt. Die Trambahnen fahren vom Leonrodplatz weiter zur Ackermannschleife und wenden dort — eine Mitfahrt in die Schleife ist möglich.

An der Borstei werden Vorbereitungen für den Einbau des stadteinwärtigen Gleises getroffen (Bild: Leo Papic)

An der Borstei werden Vorbereitungen für den Einbau des stadteinwärtigen Gleises getroffen (Bild: Leo Papic)

Doch auch nach dem 29. Mai 2016 ist der Verkehr auf den Linien 20/21 weiter eingeschränkt, denn die Haltestellenanlage am Westfriedhof kann auch weiterhin nicht bedient werden. Stattdessen wird das stadteinwärtige Gleis durch die Dachauer Straße wieder aufgebaut: Bis ins Jahr 2017 werden die Trambahnen nach Moosach den Westfriedhof »links liegen lassen«; die Züge der Linie 21 wenden an an der Borstei. Weiterlesen »

Klingelingeling, hier kommt der Avenio!

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A richtige Trambahn braucht a Glockn — so beliebt Siemens‘ neueste Trambahn auch ist, und das trifft aufs Fahrpersonal genauso zu wie auf die variobahngeplagten Fahrgäste, ein Manko gab es von Anfang an: Die Trambahnglocke, die statt einem warnenden »Bim!« nur ein krächzendes Geräusch aus dem Lautsprecher ausspuckte. Damit ist es nun vorbei: Der erste umgerüstete Avenio-Wagen 2807 (übrigens auch der erste Zug im Fahrgastbetrieb) verfügt nun über eine richtige Trambahnglocke.

Hoffentlich kreuzen hier bald die Avenios in Nord-Süd-Richtung: Wagen 2807 an der Fürstenrieder Straße

Avenio 2807 wurde als erster Wagen mit »richtiger« Trambahnglocke ausgerüstet. (Bild: Daniel Schuhmann)

Die mechanische Trambahnglocke, ein Relikt aus alten Zeiten, ist bereits im A-Wagen aus dem Jahr 1898 verbaut. Auch der Museumswagen 256 (Baujahr 1901) hat sie noch. Daran hat sich bei den Maximumwagen und auch beim Heidelberger bis zum 2. Weltkrieg nichts geändert: Die Trambahnglocke, direkt unter dem Fahrerstand gelegen, wurde vom Fahrer mit einem Fußstößel direkt angeschlagen. Selbst der M- und P-Wagen aus den 50er- und 60er-Jahren verfügten noch über diese Möglichkeit, zusätzlich sorgte aber ein elektrisch betätigtes Druckluftventil für mehr Gehör: Die sogenannte Rasselglocke lässt jeden Fußgänger stehenbleiben, aber auch so manchen Autofahrer zur Salzsäule erstarren — nach einem kräftigen Druck aufs Bremspedal. In der heute üblichen Niederflurgeneration geht es weiterhin elektrisch zu, aber hier wird auch die Glocke selbst so angeschlagen; die Erfindung, die auf Johann Philipp Wagner aus dem Jahr 1836 zurückgeht, ist keine wirkliche Neuerung in der heutigen Zeit. Und sie wird, nachdem die Geld sparende elektronische Synthetisierung beim Avenio nicht den gewünschten Erfolg versprach, bis heute fortgesetzt. Und hoffentlich auch in Zukunft, denn:

A richtige Trambahn braucht a Glockn…

Wochenende: Modellbahnen im MVG-Museum

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Morgen und übermorgen ist es wieder so weit: Im MVG-Museum findet die traditionelle alljährliche Modellbahnausstellung statt. Viele Vereine, Modellbahnclubs und Privatpersonen stellen ihre Modelleisenbahn- und Modellstraßenbahnanlagen zur Schau. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall: Einige Vereine sind das erste Mal im MVG-Museum vertreten, andere haben ihre Anlagen um interessante Module erweitert.

Modellbahn im Streiflicht

Modellbahn im Streiflicht — einer von vielen Eindrücken auf der Ausstellung im MVG-Museum (Bild: Daniel Schuhmann)

Das Museum ist am 12. März (Samstag) und am 13. März (Sonntag) jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Ein Shuttleverkehr wird zwischen Bahnhof Giesing und Museum von der Buslinie O7 angeboten — der in den vergangenen Öffnungstagen angebotene Trambahnshuttle kann an diesem Wochenende leider nicht verkehren.

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